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konnte. Mein guter Vater Hillmann — Gott habe ihn
selig! wird Euch ja, so weit thunlich, von Allem unterrichtet
haben, was sich in den letzten Tagen meines Hierseins in
Bezug auf mein Schicksal vollzogen hat.“
„Nicht sehr viel“, entgegnete Mutter Born, „und es
schien, daß auch ihm die Lösung Deines Lebens-Räthsels
nicht so ganz nach Geschmack war“
„So war es auch“, bestätigte Wilhelm. „Als ich vor
den alten würdigen Mann trat und ihn kurz von dem Vor—
gefallenen unterrichtete, da sah ich deu lich den Kampf, der
in seiner Seele vorging. Seine schmalen Lippen zuckten
convulsivisch, seine breite Brust hob sich unter tiefen Athem—
zügen, dann sprach er mit grpreßter Stimme:
„Wilhelm, mein Sohn, Du weißt jetzt, wer Dein
Vater ist . . . . Gott sei mein Zeuge, ich wünsche, es wäre
Dir wie mir ein Geheimniß geblieben! Was Deine Mutter,
die Du zu finden so glücklich gewesen, anbelangt, so scheint
es eine wackere und gebildete Dame zu sein; liebe sie, soweit
Du es vermagst, sie verdient es um das, was sie um Dich
gelitten! Ach! häte einer der schlichtesten Handwerker Dich
als sein Kind au die Brust gedrückt und Dir seinen ehrlichen
Namen gegeben, ich wäre froh und glücklich gewesen um
Deinetwillen — so aber hast Du einen Vater und keinen
Vater und selbst die Gunstbezeugungen, die Deinesgleichen
zu Theil zu werden pflegen, werden, fürchte ich, für Dich
spärlich ausfallen.“ Thränen perlten in den treuen Augen
des alten Mannes, dann reichte er mir seine schwielige Hand
und fuhr fort: „Wilhelm, wie dies Alles auch so wunder—
bar gekommen ist und was auch noch im Gefolge sein mag:
Du hast die Mutter gefunden, das sei Dir genug, — der
alte Hillmann wird niemals aufhören, Dein Vater zu sein
und ich denke: der Name Wilhelm Hillmann, den ich Dir
gegeben, klingt besser als der eines Freiherrn von so und so,
der nicht einmal sagen darf, wer sein Vater ist, obgleich es
die Spatzen auf allen Dächern predigen.“
„Das gleicht ihm, dem Manne echt Saarbrücker Schlags“,
sagte die alte Dame, „und Unrecht kann ich ihm nicht geben.“
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