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gekommen waren, um noch einmal den Ort und die Menschen
zu besuchen, die mit ihrem Lebensschicksal so eng und so
verhängnißvoll verbunden waren.
Gott sei gedankt“, rief Fritz, „schon hatte ich die Hoff—
nung aufgegeben, meinen Lieblingswunsch erfüllt zu sehen.
Ach! wie wird sich Jakob freuen, wenn er Euch wiedersieht.“
„Ja“, entgegnete Wilhelm, „laß uns jetzt eilen; auch
mich dräugt es, meinen guten Bruder und Freund ans Herz
zu drücken ...“
Für heute Abend mußt Du auf diese Freude verzichten,
Wilhekm; verspreche es mir! Morgen zur Feier meiner Hoch—
zeit will ich ihm, dem ich so viel schulde, dieses Stückchen
Erdenglück bereiten, anders weiß ich ihm' ja die mir und
den Meinigen bewiesene Treue und Freundschaft nicht zu
lohnen.“
„Mag es sein“, entgegnete der junge Mann, in dem
wohl Niemand mehr den einstigen Försterzögling erkannt
haben würde, so sehr hatte er sich zu seinem Vortheil ver⸗
aͤndert, Fritz nahm den Arm der Dame und nach kurzer
Zeit waren die Fremden in dem Born'schen Hause als liebe
und theure Gäste untergebracht.
An dem Familientisch saßen noch spät am Abende vier
glückliche Menschen: Frau Born, ihr Sohn und Wilhelm
und seine Mutter, und des Erzählens wollte kein Ende
aehmen.
„Als ich nach meiner Genesung endlich wieder hierher
zurücktehren konnte — sagte Born“, konnte ich nicht begreifen,
was Dich drängte, so plötzlich und so geheimnißvoll zu ver—
schwinden, noch unverstündlicher war mir, daß wir seit dieser
Zeit auch nicht eine einzige Kunde vernahmen, wohin Du
Dich gewandt und was aus Dir geworden war.“
„Dieses Räthsel ist leicht zu loͤsen gewesen“, entgegnete
Wilhelm und Du sollst Alles erfahren. Natürlich aber wirst
Du finden, daß nach den so bewältigenden Eindrücken, die
damals auf mich einstürmten, hier, wo sich das Räthsel
meines Daseins so plötzlich und unverhofft aber auch, so
schmerzlich für mich löste, meines Bleibens nicht mehr sein