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Schluß-⸗Kapitel.
Der Sommer nahte seinem Ende und auf Baum und
Flur reiften die Früchte in Menge und Fülle der gesegneten
Ernte entgegen und die ewig schaffende und neugestaltende
Ratur schien den hartbedrängten, kummervollen Menschen⸗
herzen durch ihrer Gaben Füllhorn einigermaßen Ersatz bieten
zu wollen für all' das Leid und die schweren Schläge, welche
die Zeit völligen Umsturzes, der Zerstörung und des Kampfes
und der Enffesselung aller menschlichen Leidenschaften auf
die Erde gebracht hatte, in das Chaos, aus dem eine neue,
der Menschheit würdigere Aera erstehen sollte. Mit Erwar⸗
tung und Freude sahen die Einwohner dem Herbste entgegen,
und auch Fritz Born und seine liebliche Braut hatten außer
diesen noch einen besonderen Grund zur Freude: war doch
auf einen der ersten Tage des Septembers ihre Vermählung
fesigeseßzt. Nur Jakob Hillmann war in diesen Tagen ernster
indtruͤber als je gestimmt; den lebensfrohen Mann, der im
Besitze eines herrlichen und an häuslichen Tugenden reichen
Weibes und auch sonstiger Erdengüter war, ihn schien ein
stiller Kummer zu drücken, und wenn ihn Fritz theilnehmend
im die Ursache befragte, gab er nur ausweichende Antworten
oder versicherte, daß die Wahrnehmungen seines Freundes
auf Irrthum beruhten. Born aber und seine Braut hatten
schon längst die Utsache herausgefunden, die einen Schatten
n den Sonnenschein seines Lebens warf; es war der
Kummer um Wilhelm, seinen Bruder, der seit dem Ver—
schwinden mit seiner so unerwartet gefundenen Mutter nichts
mehr von sich hören und sehen ließ, um ihn, dem er nebst
seiner Mutter doch vor Allem die so unerwartete Wendung
seines Schicksals zum Bessern zu verdanken hatte. Born
wußte dies; er scheute weder Mühe noch Geld, um über
das Schicksal des Verschwundenen sichere Kunde zu erlangen.
Und es schien, daß seine Bemühungen uicht ohne Erfolg
geblieben seien. Denn seit einigen Tagen war Helene von
Hammerstein öfters im Hillmannschen Hanse gewesen und
die beiden Frauen thaten so froh und dabei so geheimnißvoll,