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Sohn; ich will Deinem Willen und Deinem Glück nicht
entgegen stehen.“
„Ich danke Dir, meine Mutter, meine gute Mutter“,
entgegnete Fritz, mit Mühe eine gewisse Rührung verbergend.
„Habe Geduld mit mir, und ich will mich bestreben, dieselbe
zuf keine zu harte Probe zu stellen. Es soll ja heute das
letzte Mal sein, daß ich im Hause des Präsidenten von
Haͤmmerstein in Brebach meine Braut suche. Jetzt aber muß
H fort, hin zu ihr, zu der es mich mit unnennbarer Gewalt
zieht, und werde sie Dir zuführen und Du sollst entscheiden,
ob meine Wahl eine unwürdige ist.“ Seiner Mutter zum
Abschiede die Hand reichend, eilte der junge Mann davon.
Mein Golt, wie hätte ich jemals nur ahnen können,
daß der sonst so kalte Junge sich auf diese Weise das Con—
rept von einem Frauenzimmer hätte verrücken lassen können“,
klagte die Frau, zu der alten Margarethe gewandt, „und
dazu noch von einer adeligen Dame, einer Hammerstein, die
nucht viel vor ihrem Vater voraus haben wird ...“
„Ja“, meinte Margarethe, „wenn es Jungfrau Helene
wäre, dann wollte ich es dem Fritz nicht verdenken; aber
dhie Liebe soll ja blind sein, hat mein Vater oft gesagt,
sonst hätte meine Mutter nicht einen armen Dorfmagister
geheirathet. Hiermit tröstete er sie immer, wenn sie über
Mangel an Allem klagte.“
Aber, wo Helene nur bleiben mag. Das arme Kind
genirt sich gewiß wegen dem Fritz. Ach! wenn erst das
hochfahrende Ding hereinkommt, dann wird sie sich auch bei
mir nicht mehr gemüthlich fühlen .. Doch noch bin ich
Herrin im Hause; das gnädige Fräulein mäg einen Palast
beziehen und Fritz mit ihr, ich bleibe hier, bis man mich
hinausträgt zum Kirchhof und bis dahin verläßt mich. Helene
nicht, ich habe ihr Wort darauf“, — fuhr Frau Born eifrig
fort und ihr sonst so bleiches und sauftes Gesicht hatte sich
ordentlich geröthet.
So ist's recht“, rief Margarethe und wischte sich mit dem
Zipfel ihrer Hausschürze eine Freudenthräne aus dem Auge.