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und erst der Eintritt der alten Margaretha machte dem ersten
Theil des Wiedersehens ein Ende. Dann ging es an's
Erzählen. Fritz war unter die Preußen getreten und in
einem Treffen nicht ungefährlich verwundet worden. Schrei—
ben durfte er nicht, weil ein Brief sehr leicht in Folge der
Spionage, welche zu dieser Zeit in St. Johann-Saarbrücken
in voller Blüthe stand, den französischen Machthabern hätte
in die Hände fallen können, was diesen Gelegenheit gegeben
haben würde, sein Vermögen zu konfisciren; daher blieben
seine Mutter und seine Braut ohne jede Nachricht von ihm.
„Jetzt, Mutter“, schloß er seinen Bericht, „bleibe ich bei Dir
und nichts mehr soll mich von Dir trennen.“
„Das walte Gott!“ bekräftigte die fromme Frau. Und
die Reihe des Erzählens war nun an ihr. Daß Helene
hierbei die Hauptrolle spielte, läßt sich denken. In den
schönsten Farben schilderte die Frau das Mädchen und Alles,
was sie demselben zu verdanken habe; die treue Pflege, den
Trost und die Hoffnung, die Helene ihr stets gewährt, all'
das erzählte die Mutter ihrem Sohne und dieser schien über—
aus glücklich über die Mittheilungen zu sein.
„Nun, ich werde ja bald Gelegenheit haben, unserem
gemeinsamen guten Hausgeist zu danken“, sprach Fritz, noch—
mals seine Mutter umarmend, ehe er sich anf sein Zimmer
zur Ruhe begab.
Am Morgen des heiligen Pfingstfestes trat Fritz wieder—
um elegant gekleidet in das Zimmer seiner Mutter und, wie
schon einmal, antwortete er auf ihre Frage:
„Ich muß nach Brebach fahren, und wenn sie da ist,
bringe ich Christine herein zu Dir und vereint wollen wir
dann hier das Pfingstfest begehen.“
„Da wirst Du auch diesmal wieder einen Metzgergang
statt einen Brautgang machen“, versetzte die Mutter kalt,
„denn wie ich erfahren habe, so hat sich das Freifräulein
daselbst noch mit keinem Auge erblicken lassen. Mich dünkt
auch, den ersten Tag nach so langer Trennung sollte die
Mutter genügen, Dein Herz auszufüllen! Doch gehe, mein