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Fritz bald hier eintreffen wird und zwar noch vor Pfingsten.
Der arme Junge war krank, sehr krank und lag in einem
Feldlazareth, weit, weit von hier, daher sein langes
Schweigen ...“
Der Redselige bemerkte nicht, daß die alte Frau einer
Ohnmacht nahe war; doch Helene stand an ihrer Seite und
sah ebenso überrascht und theilnahmsvoll dem Sprecher in
das Angesicht.
Die 'alte Frau erholte sich zuerst. „Ist es auch wahr,
Jakob, was Du da sprichst“, frug sie; „ach! fache nicht ver—
gebens den schwachen Hoffnungsfunken zur Flamme an; wenn
sie ein Irrlicht wäre, es würde mein Tod sein.“
„Habt guten Muth, Frau Born“, sprach Jakob, „so
gewiß ich jetzt vor Euch stehe, so gewiß wird Fritz seine gute
Mutter bald, recht bald in seine Arme schließen.“
„O, Gott gebe es, Jakob“, rief Frau Born, „doch ich
kann es noch immer nicht recht glauben; sollte dies Glück
mir aber noch am Abende meines Lebens beschieden sein,
dann will ich gern eingehen zum Frieden.“
„Ach! Mutter, sprich doch nicht so“, bat Helene, „nein,
danun sollst Du erst recht leben, glücklich leben und Dich ver—
jüngen in dem Glücke Deiner Kinder; trübe nicht den
Gedanken eines frohen und glücklichen Wiedersehens durch
solch ein dunkles Bild.“ — —
„O, du gute, himmlische Seele, die Du für Alles Trost
und Hoffnung hast, habe Dank.“ Dann, nach einigem Nach—
denken, wandte sich Frau Born mit einer Aufregung an das
Mädchen, die man an der alten Frau lange nicht mehr
gewohnt war; „Helene“, sagte sie, „kannst und willst Du
mir versprechen, was auch später kommen möge, bei mir zu
bleiben, bis Gott mich abruft von dieser Welt, denn — ich
gestehe es — ohne Dich würde ich mich einsam fühlen, wenn
auch mein Sohn und seine hochgeborene Braut hier einziehen
würden in dreifacher Zahl. Versprichst Du's mir?“ Erwar—
tungsvoll schaute die Matrone der Jungfrau in das Antlitz;
dann aber schlug sie betrübt die Augen nieder, in denen es
schimmerte wie Thränenglanz und wie sich selbst zum Vor—