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Fast keines Wortes mächtig, starrte die Mutter den
Sohn an und kaum vermochte sie nochmals die Frage nach
dem Namen ihrer künftigen. Schwiegertochter über ihre Lippen
zu bringen.
„Es ist die Tochter des gestürzten Präsidenten, es ist
Christine von Hammerstein“, antwortete Fritz, und hatte
gerade noch Zeit genug, seiner einer Ohnmacht nahen Mutter
beizuspringen.
„Habe ich recht gehört, Fritz?“ frug die Frau mit allen
Zeichen des Schreckens, „des Präsidenten Tochter, die Tochter
des Mannes, dem das ganze Fäürstenthum flucht, sie, sie
willst Du mir ins Haus führen .. . O, das kann Dein
Ernst nicht sein.“
„Es ist mein voller Ernst, Mutter“, entgegnete Fritz
gelassen und bestimmt, und als ob der indirekte Vorwurf
der in den Worten seiner Mutter lag, auch ihn verletzt hätte,
fuhr er dann mit Wärme fort:
„Was der Vater verbrochen oder nicht verbrochen hat,
über das zu richten müssen wir Gott überlassen; Christine
aber, sein einziges Kind, ist ein Engel, treu und gut, fleckenlos
und rein, wie der Himmelsthau an der Frühlingsrose, —
Mutter, ach! hättest Du sie nur ein einziges Mal gesehen
und gehört, Du würdest Dein Urtheil ändern und sie mit
Liebe ans Herz drücken.“
Frau Born fühlte, daß sie in ihren harten Worten zu
weit gegangen war, und milder entgegnete sie:
„Ich habe über das Mädchen Deiner Wahl kein schlimmes
Urtheil gefällt und vertraue vollkommen auf Dich; denn
wer Dich gebändigt und dem glücklichen Hafen der Liebe
zuzuführen wußte, muß schon etwas Außerordentliches sein.
Aber sage mir, wie das Alles gekommen ist“, gebot die Frau
dann dringend; sie wollte es immer noch nicht glauben, was
sie so eben gehört hatte.
„Jetzt, gute Mutter, habe ich keine Zeit, zu erzählen;
später sollst Du Alles erfahren — von ihr selbst, die Dich
so sehr liebt. Nun muß ich fort nach Brebach, woselbst sie