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Archier — welcher keinen Augenblick die Kirche verlassen
hatte — sandte jetzt abermals eine Anzahl seiner Spieß—
gesellen mit Fackeln und Waffen versehen, hinab in die
Fürstengruft, um die in die Tiefe Gestiegenen herauf—
zuschaffen. Mit schlotterndem Gebein kamen die Strolche
eiligst nach Oben und erzählten mit furchtbaren Hinzudich—
tungen, was sie da unten gesehen und erlebt hatten; sie
bemerkten erst nach geraumer Zeit, daß der junge Mann
fehlte, welcher kurz vorher noch so sehr auf die Aristokraten
schimpfte und seine Kameraden so freigebig mit dem vor—
züglichen Branntwein tractirte. Wo er wohl geblieben sein
mag? Ehrmann beschloß, der Sache auf die wahre Spur
zu gehen und gab für diesen Abend sein Vorhaben, den
Staub der Fürsten in den Wind zu streuen und nach den
verborgenen Schätzen zu suchen, auf. Die ganze Nacht
hindurch aber waren in dem Innern der Schloßkirche und
außerhalb derselben Wachen aufgestellt, um genau Alles zu
beobachten, was hier vorgehe. Keine der Wachen aber hatte
am anderen Morgen etwas Besonderes zu melden.
XI.
Schlimme Ahnungen.
Ehrmann war außer sich vor Wuth, daß keine der Wachen
Jemanden bemerkt haben wollte, der aus der Kirche kam
und den man hätte beschuldigen können, in der Fürstengruft
den Spuk veranstaltet zn haben, in Folge dessen zwei seiner
Raubhandwerkzeuge auf so schmähliche Weise zu Grunde
gegangen waren. Trotz seinem Verbot, davon zu reden, war
der Vorgang bald in Aller Mund und zwar so fürchterlich
ausstaffirt, daß die guten Leute von einer Gänsehaut über—
laufen wurden. Einige Stunden etwa nachher, als die
Kirchenschänder unverrichteter Sache die Gruft und die
Schloßkirche verließen, befanden sich vier Männer, darunter
auch der, welcher so bereitwillig bei der beabsichtigten Gruft—
beraubung den ächten Chartreux verabreichte, auf dem Heim—