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sie tobten und fluchten, daß es schauerlich wiederhallte in
dem Begräbnißraum.
„Die Anderen sollen noch herunter kommen“, befahl der
Eine, „gehe und rufe sie.“ Der so Angeredete begab sich
nach der von dem Erbbegräbniß an den Altar in die Kirche
führenden steinernen Treppe, um nach den Verlangten zu
rufen. Ein Schrei und ein Fall, dessen Echo dumpf und
hohl heraufdröhnte, wie aus dem Grabe, ließ die Vagabunden
in ihren Anstrengungen inne halten, und als Beide ihre
Laternen nahmen, um sich nach der Ursache dieser neuen
Störung zu erkundigen, bemerkten sie, daß sie vor einer
geöffneten Fallthüre standen und vor ihren Blicken sich ein
zweiter dunkler Abgrund öffnete. Es schien ein weit hinaus—
führender unterirdischer Gang zu sein.
„Was ist das?“ frug entsetzt der, welcher bis jetzt das
Commando geführt, „sind es Geister, welche hier uns ungehört
und ungesehen entgegenarbeiten? Nein, bei Teufel und Hölle!
mich sout ihr nicht foppen, wer und was ihr auch seid. ...“
Zu seinen Kameraden gewandt sprach er alsdann: „Was
hier zu thun ist, kann eben so ungesehen bei Tage geschehen,
und ich begreife nicht, was den Bürger Volksrepräsentanten
abhielt, auch bei dieser nationalen Arbeit offen ans Werk
zu gehen. Laßt uns hinaufsteigen; zwei Opfer sind viel zu
viel gegen den Erfolg, den wir erzielt haben. Der ganze
fürstliche Moder hier ist keinen Tropfen republikanischen
Blutes werth.“
Sie wollten nach den Laternen greifen, in demselben
Augenblicke aber fielen auch diese, wie von einem Windhauch
angeweht, erlöschend auf den Boden und rabenschwarze Nacht
und geheimnißvolles Schweigen herrschte ringsumher.
„Wo sind die Fackeln?“ rief der Eine, und war bemüht,
Feuer zu schlagen und einen Schwefelspahn anzuzünden.
Doch fuͤr Alles in der Welt nicht konnten die Leichenschänder
vor innerer Furcht und Bestürzung die Fackeln finden, und
schließlich waren sie genöthigt, in ihrer Rathlosigkeit um
Hülfe hinaufzurufen, denn keiner wagte, aus Furcht, in einen
Abgrund zu stürzen, sich von der Stelle zu bewegen.