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hat Derjenige nicht die Ehre gekannt zu sein, der im Dienste
der Vernunft wirkt und die von einer verdorbenen Priester⸗
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ucht ...“ „Herr“, unterbrach Mahr den Freigeist und
Frevler, „wenn ich Euch auch noch nicht persönlich kennen
zu lernen Gelegenheit hatte, so ist mir nichtsdestoweniger
Euer Wirken im Dienste der Vernunft, wie Ihr sagt, genug—
sam bekannt. Was aber die heilige Schrift anbelangt, von
der Ihr so verächtlich sprecht, so laßt Euch von einem alten
Manne rathen, das Wort Gottes nicht zu begeifern, denn
der Herr läßt sich nicht spotten ...“
„Laß das meine Sorge sein, Alter“, unterbrach Ehrmann
den frommen und furchtlosen Lehrer. „Jeder Mensch geht
eine eigene Wege, Du aber, Buͤrger, habe Acht, daß der
Deinige nicht auf der Guillotine endet. Zu ihrer Höhe wird
der Weg heute Keinem schwer gemacht, am wenigsten jedoch
Denen, die sich offen als Gegner der Republik und ihrer
Institutionen bekennen. Du siehst, Bürger Archier“, wandte
er sich zu diesem, „daß unsere Anstrengungen, die in Unver—
nunft und Pfaffentrug großgezogene Menge auf den richtigen
Weg zu bringen, noch lange nicht die Früchte bringen, die
wir erhoffen .. Doch uur Geduld, es wird schon anders
werden! Neben den Pfaffen sind es diese hier“, — dabei
deutete er auf den alten Lehrer, — „welche sich den Grund—
sätzen der Republik mit aller Gewalt entgegenstemmen; mit
ihnen muß endlich tahula rasa gemacht werden. — Darum
rathe ich Dir, Buͤrger, noch rechtzeitig einzulenken, sonst —
dürfen auch Deine Tage gezählt sein!“
„Bürger-Repräsentant“, sprach darauf ruhig der wackere
Lehrer, „mein Leben steht in Gottes Hand und sollte ich
auch Eure Fallbeilmaschine besteigen müssen, wie so viele
Tausende es schon gethan, nun, — so bin ich nur ein Opfer
oon den Vielen, die da fallen müssen, bis das Maaß des
Blutes und der Thränen voll ist, welches der Engel des
Schreckens anzufüllen so unaufhörlich beschäftigt ist ...“
„Laß diese Redensarten, Alter“, unterbrach ihn jetzt
Archier, „wir sind nicht gekommen, christliche Moral über