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und Archier, die Stadt nicht zu verlassen, ohne sie vorher
vollständig geplündert und geleert zu haben. Treu dem
heuchlerischen Wahlspruch: „Krieg den Palästen und Friede
den Hütten“, sollte auch das Schloß in Saarbrücken in
Schutt und Asche gelegt werden. Der Ludwigsberger Brand
war nur das Vorspiel eines fürchterlichen Drama's, das
zum Hohn der ganz in der Nähe liegenden Deutschen und
zum Schrecken der so schwer heimgesuchten Bevölkerung in
abendlichem Dunkel aufgeführt werden sollte.
Das höllische Vorhaben blieb den geängstigten Einwohnern
nicht unbekannt. Auch im „Stiefel“ unterhielt man sich von
der Wahrscheinlichkeit desselben.
Als Sansculotte verkleidet bis zur Unkenntlichkeit trat
der Pfiffer-Jakob zu seinen Freunden.
„Mag kommen, was da will“, sprach er, „es hält
mich nicht mehr länger hier. „Wie könnte ich ruhig bleiben
in einem Augenblick, wo Hunderte von Herzen bluten, wo
Hunderte die Fäuste ballen in ohnmächtiger Wuth ihren
Peinigern gegenüber? Ach! wäre Born, wäre Fritz doch
jetzt an meiner Seite!“ rief der junge Mann schließlich aus;
„in dieser Stunde braucht man Männer wie seines Gleichen.“
Zwei Pistolen im Gürtel, der von einem langen Camisol
überdeckt war, trat er, als der Abend bereits hereingebrochen
war, auf den Schloßplatz und sah hier, geschützt durch das
undurchdringliche Dunkel, welches durch die Ecken zweier
Nebengebäude hervorgebracht war, was in dem Innern des
Schlosses vorging. Alles schien wie ausgestorben zu sein.
Nur in dem linken Flügel, der zu einem Lazareth hergerichtet
war, war hie und da Licht und Bewegung zu bemerken.
Dem scharfen Auge des Beobachters entging es nicht, daß
in einiger Entfernung von ihm mehrmals eine verhüllte
Männergestalt vorüberging, offenbar stets eine und dieselbe
Person, die sich ihm allmählig näherte und sich bald
unmittelbar bei ihm befand. Da, wie auf Commando, schim—
merte plötzlich auf dem Dache des nördlichen Schloßflügels
an allen Ecken Feuerschein, und ehe man sich's versah,
schlugen die Feuergarben zischend und prasselnd zu dem