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heftiges Fluchen und Schimpfen, welches von den Lippen
des Letzteren sich Luft machte und zwar in einem Deutsch,
das deutlich den Wälschen verrieth.
„Was machst Du noch hier zur Nachtzeit, Vagabund,
daß sich das Pferd fürchtet und bäumt?“ Mit diesen Worten
wandte sich der Reiter an einen Fußgänger, der ihm von
der Stadt her entgegen gekommen war und die Ursache zu
sein schien, daß das Pferd scheute. Der Reiter schwang die
Reitgerte gegen den Mann; doch ehe er es sich versah, hatte
dieser die Zuügel des Pferdes ergriffen und wie ein Lamm
stand dasselbe stille.
„Wagt es, mich mit Eurer Peitsche auch nur zu berühren,
und Ihr sollt wissen, daß Ihr es mit keinem Buben oder
Reitknecht zu thun habt“, sagte ernst und bestimmt der Fuß—
wanderer zu seinem Gegner, und bei dem Klang dieser Stimme
bebte die ängstlich lauschende Frauengestalt sichtbar zusammen.
„Er ist's“, sprach sie zu sich selbst, „ach! was soll ich
beginnen!“
Es schien, als ob der Hund sie verstanden hätte. Er
hob die Vorderpfoten zu ihr auf und wandte unruhig den
Kopf nach der Gegend hin, woher der Lärm kam, und ehe
noch die Verschleierte ein Wort sagen konnte, war Caro auf
dem Schauplatz desselben. Das plötzliche Erscheinen des
Thieres erregte hier bei den handelnden Personen die ver—
schiedensten Empfindungen. Der Franzose wußte nicht, was
er dazu sagen sollte, als das mächtige Thier an seinem Gegner
liebbosend hinaufsprang und sich alsdann wie drohend
vor das Pferd hinstellte, als wolle es jede feindliche Bewegung
von Mann und Roß mit Energie zurückweisen.
„Zieht ruhig Eures Weges, Marquis von Rougemont“,
sagte jetzt gelassen der Wanderer zu dem Reiter, „Ihr seht,
daß bei uns hier wälsche Adelsbrutalitäten nicht gut ange—
bracht sind. Wir haben genug des eigeuen Fabrikats.“
„Woher kennen Sie mich und wer sind Sie?“ frug der
Franzose erstaunt. „Doch, das kann mir für heute einerlei
sein. Ich werde Sie zu finden wissen.“