Full text : Feierabend-Stunden

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lichen Statuen des Frühlings, Sommers, Herbstes und
Winters mit hierher gebracht habe für Sr. Durchlaucht
Gnaden; sie haben den Allerhöchsten Beifall nicht gefunden,
warum, weiß ich nicht, — kann sein, weil das Militär
wieder umformirt wird. Ich bin nun entschlossen, die Meister—
werke der Bildhauerkunst in meinem eigenen Garten auf—
zustellen, und hierzu erbitte ich mir Ihre gütige Mitwirkung.
Ich bedarf vier Sockel und auch Ihres Rathes in Bezug
der Aufstellung.
„Ich fühle mich sehr geschmeichelt, Herr Hofagent, für
Ihr Vertrauen, und werde demselben nachzukommen suchen,“
antwortete Fritz Born verbindlich, denn unwillkürlich fiel
ihm das belauschte Gespräch ein und er hoffte, bei dieser
Gelegenheit mit der Geliebten seines Freundes einmal
zusammentreffen zu können. Die beiden Männer besprachen
noch dies und jenes. Fritz sagte, er wolle sich gelegentlich
den Garten ansehen und dem Agenten nach seiner Zurück—
kunft von Metz, wohin letzterer sich bekanntlich wegen Mili—
tärangelegenheiten in Begleitung des Herrn von Luxberg zu
begeben hatte, seine Ideen mittheilen. Schließlich ersuchte
der Bildhauer den Agenten, die Statuen nur einstweilen in
den Garien bringen zu lassen, Herr Wackernagel war hier—
mit einverstanden und überreichte zum Schluß Fritz einen
Schlüssel zu beliebigem Eintritt in den Garten. Das war
dem jungen Manne sehr willkommen. Konnte er doch jetzt
hoffen, oͤfter Gelegenheit zu finden, nebenan in dem Park
des Prsidenten seine angebetete Christine zu sehen und zu
sprechen.

Wlaska, die Zigeunerin.

Der Mai war gekommen und hatte seine ganze Frühlings—
wonne über Thäler und Höhen ausgebreitet; der helle Finken—
schlag ertönte in dem sfrisch-duftigen Grün und jubilirend
schwang sich die Lerche hoch in den Aetherraum empor. Alles
            
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