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Ah! schon so früh in geschäftlicher Thätigkeit, das ist schön
und eine Seltenheit bei jungen Männern der Jetztzeit! Wie
geht es Ihnen? Doch das braucht man ja nicht zu fragen;
sung, ein gesuchter Künstler und dabei ein wohlhabender,
unabhängiger Mann, was bedarf man mehr auf dieser
schalen Welt?“
„Ich danke Ihnen für Alles, was Sie mir da sagen,“
entgegnete Fritz Born dem Hofagenten, „auch für Dasjenige,
was ich in aller Bescheidenheit ablehnen muß. Was meinen
Fleiß anbetrifft, so war dieser bis jetzt noch nicht weit her;
jung bin ich noch, das ist wahr, ob ich aber ein Künstler
und geschickt bin, hierüber bleibe ich der Welt und diese mir
den Beweis noch schuldig.“
„Lassen Sie das gut sein, mein lieber Herr Born,“ fiel
ihm der Hofagent ins Wort, „wir wissen das besser und
ich begreife recht gut, daß der schönste Schleier des Genies
die Bescheidenheit ist.
„Bescheidenheit,“ lachte Fritz, „nun, dieses ist die letzte
Blume, die in meines Lebens Garten blüht, und wer diese
sich in's Knopfloch steckt, vor dem macht auch der rüdeste
Hofschranze keinen Knix und in der übrigen Welt wird er
ausgelacht .. ..“
„Bei Gott, Sie haben Recht,“ bestätigte der Agent, „wer
heut zu Tage vorwärts kommen will, der muß Silberkraut
und Goldwurz pflanzen und ernten, alles Uebrige . ..“
„Vernichten die Säue und kann vor dem andern Wild
und Raubwild des Lebens nicht aufkommen, um, mit Erlaub—
niß, Ihr Bild weiter auszuführen.“
„Schön gesagt,“ lächelte der Hofagent, „aber politisch,
politisch nicht, mein lieber Herr Born. Doch sprechen wir
von etwas Anderem. Herr Born, ich komme, um eine Bitte
an Sie zu richten. Werden Sie dieselbe mir abschlagen?“
„Lassen Sie nur hören, Herr Wackernagel; eine Bitte
habe ich noch nie abgeschlagen, wenn ich im Stande war,
sie zu erfüllen.“
„Sie wissen, Herr Born,“ fuhr der Agent fort, „daß
ich ohnlängst in München war und von dort die vier herr—