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er durch Männerschritte in dem Kieswege des Nachbargartens
aus seinen Gedanken aufgescheucht wurde. Anfänglich schenkte
er der Störung keine Beachtung. Als er jedoch bald darauf
den Namen seines Freundes Hillmann, des verurtheilten
Pfiffer-Jakob, nennen hörte, wurde er doch etwas auf—
merksamer.
„Herr von Luxberg“, hörte er die ihm wohlbekannte
Stimme des Hofagenten sagen, „ich schwöre Ihnen bei Gott
dem Allmächtigen, daß weder meine Frau noch irgend sonst
Jemand einen Einfluß auf die Wahl Desjenigen haben soll
und wird, den ich würdig und werth halte, einstmals mein
Sohn und Erbe zu werden. Dieser Schurke von Wilddieb
aber, der sich vermißt, sein Auge zu meiner Tochter zu
erheben, dem werde ich seine Vermessenheit schon einzustreichen
wissen. Ha! ha! ha! ich muß lachen, wenn ich nur daran
denke, daß dieser Karrendrücker wähnt, ein Mädchen heim—
führen zu können, das mehr als 100 000 Gulden ins Corbeil
zelegt bekommt. Haben Sie wirklich redliche Absichten mit
meiner Tochter, dann verlieren Sie den Muth nicht. Ich
will Ihnen Gelegenheit geben, den Brautwerber bei ihr
persönlich zu machen und werde auch versuchen, meine Frau
zur Raison zu bringen. Eine spröde Braut muß mit Sturm
genommen werden, wie ein trotziges Festungswerk. Versuchen
Sie also Ihr Glück, Herr von Luxberg, an meiner Hülfe
soll es nicht mangeln.“
Noch lange besprachen sich der Hofagent und der Lieutenant
über die Angelegenheit des Weiten und Breiten, und der
ungesucht zum Lauscher gewordene Mann auf der anderen
Seite hatte sofort einen halben Ueberblick der Gefahr, welche
Katharinen sowohl wie seinem Freunde drohte. Er wußte
anfänglich nicht, was beginnen, und noch lange saß er über—
legend da, als der Hofagent und von Luxberg schon längst
den Garten verlassen hatten. Endlich öffnete sich leise die
Gartenthüre und eine tief verhüllte Mädchengestalt erschien
auf der Schwelle, welche nach dem Innern zu eine Art
Veranda bildete. Fritz Born, denn er war es, eilte auf sie
zu und reichte dem Mädchen vertraulich die Hand. Die