Full text : Feierabend-Stunden

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hoffen, daß irgend ein Mal, wenn ich nicht zu Hause war,
en nicht mit der gebührenden Hochachtung und Ergeben—
eit ..“
„Beruhigt Euch, im Gegentheil, nichts ist der Art vor—
gekommen, und eine Meinungsverschiedenheit zwischen Eurer
Frau und mir ist sicher nicht geeignet, die guten Beziehungen
zu stören, die zwischen uns Beiden, zwischen mir und Euch,
bestehen.“
„Eine Meinungsverschiedenheit zwischen Herrn von Lux—
berg und meiner Frau? Das verstehe ich nicht. Als ob
meine Frau auch eine Meinung hätte Ihnen gegenüber“
sprach kopfschüttelnd der Hofagent. „Doch erklären Sie sich!“
fügte er schließlich hinzu.
Der Lieutenant erzählte nun dem gespannt lauschenden
Agenten die ganze Unterredung, die er mit Frau Wacker⸗
nagel am Morgen gehabt hatte. Als der Offizier nun auch
mit dem Liebesgeständniß herausgerückt war, das von der
Mutter so wegwerfend behandelt wurde, da konnte der Agent
kaum seine Freude verbergen, so sehr er auch sonst gewohnt
war, sich in allen Lagen des Lebens zu beherrschen. Um
ungestört über die Lage der Sache sprechen zu können, schlug
er Herrn von Luxberg einen Spaziergang durch den Garten
vor, welcher dicht neben demjenigen gelegen war, der dem
Präsidenten Hammerer von Hammerstein gehörte. Nur eine
niedere Steinmauer und hohes Gebüsch dicht vor derselben
bildeten die Grenze zwischen beiden Grundstücken.

Während der Hofagent und Herr von Luxberg auf dem
Wege zu dem Garten sich befanden, ging in dem Park des
Präsidenten eine hohe Männergestalt unruhig auf und nieder
und sah oft nach der Pforte, welche in die schöne Park—
anlage führte. Wohl müde des langen und vergeblichen
Harrens, suchte der Mann endlich eine Grotte auf, die an der
Mauer angebracht und ganz zu einem Plätzchen geeignet war,
wo man ungesehen weilen und seinen Gedanken nachhängen
konnte. Lange hatte der Mann hier noch nicht geruht, als
            
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