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wissen. Ein prächtiger Mann, der Herr von Hammerstein,
der weiß so recht den Schönheits- und Kunstsinn Seiner
Durchlaucht zu wecken und zu beleben. Es kostet dies zwar
horrende Summen, aber — wir verdienen etwas dabei und
das ist das Beste.“ Mit solchen Gedanken und Ansichten
nahm der Hofagent sein opulentes Mittagsmahl ein, und
in das hierauf folgende Mittagsschläfchen mischten sich
angenehme Traumbilder von „Soll“ und „Haben“. Den
Geist der beiden Frauen aber beschäftigten ganz andere Dinge.
Mehr als je lag heute der Frau Hofagentin das Wohl und
Wehe ihres einzigen Kindes am Herzen und sie konnte sich
einer gewissen Besorgniß nicht erwehren, wenn sie an die
Zukunft dachte. Katharine jedoch beschäftigte sich nur mit
dem Schicksal ihres geliebten Jakob, dessen Namen sie nicht
einmal vor ihrem Vater auszusprechen wagte. Im Stillen
aper schwur sie ihm hundert Mal Liebe und Treue bis in's
rab.
Es war gegen Abend schon, als sich zum zweiten Male
Herr von Luxberg im Wackernagel'schen Hause einfand.
„Ich bin“, sprach er, „vom Obersten Kleber beauftragt,
Euch morgen nach Metz zu begleiten und bei der Auswahl
des Tuches nach den genehmigten Mustern behülflich zu sein.
Ein sehr angenehmer Auftrag für mich!“ schloß von Luxberg
seinen Bericht.
„Für mich aber um so ehrenvoller und erfreulicher, als
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Wahl mich ein Herr und ein Hausfreund begleitet, auf dessen
Gewandtheit und Sachkenntniß ich mich verlassen kann.“
Sarkastisch lächelnd versetzte Herr von Luxberg: „Mit
der Gewandtheit und Sachkenntniß ist es eben so wenig weit
her, als mit der Hausfreundschaft, mein bester Wackernagel,
die ich im Kreise Eurer Familie genieße, wenigstens lassen
mich Eure Frau und Tochter wenig davon verspüren.“
Verdutzt blickte der Hofagent auf. „Ich verstehe Sie
nicht, Herr von Luxberg“, sprach er, „ich will doch nicht