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habe ich schon längst im Verdacht, mit den Wilddieben im
Bunde zu sein. Aus dem ziemlich leise geführten Gespräch
vernahm ich, daß die Burschen noch heute in aller Frühe
den Wildstand lichten wollen, ehe Durchlaucht und seine
Gäste es zu thun im Stande seien. Ich hatte mein
Gewehr nicht bei mir und so lief ich denn, Euch zu benach—
richtigen . . . .“
„Und Du hast sie nicht erkannt?“ frug der Oberförster
zgedehnt und spitz, „hast Dich nicht überzeugt, wer die
Frevler sind?“
„Ich bin nicht furchtsam, Herr Oberförster, aber mich
allein in die Höhle des alten Schurken zu wagen, der mich
so wie so nicht leiden kann, das hielt ich nicht für räthlich.
Es sind wenigstens ihrer drei oder viere, die wir erwischen
können, wenn wir uns eilen!“
Während dieses Gesprächs hatte sich Steffen eiligst fertig
gemacht, Wilhelm seinen Lehrling geweckt, die Hunde los—
gemacht und ehe eine halbe Stunde vergangen war, waren
auch diese drei Männer wohlbewaffnet und von zwei guten
Hunden begleitet, auf dem Weg in den fürstlichen Wildpark
nach Jägersfreude.
Schweigend gingen die Drei neben- und hintereinander
her, jeder mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Steffen,
der vor noch nicht langer Zeit in den fürstlichen Dienst
getreten war, mißmuthig über die gestörte Nachtruhe und im
Geiste mit der bevorstehenden großen Treibjagd und den
noch zu derselben nothwendigen Anordnungen beschäftigt, der
rothe Franz mit der Ueberraschung, die er dem alten Heinz,
dem ihm verhaßten Kohlenbrenner, zu bereiten im Begriff
war. Er konnte kaum die Zeit erwarten, wo sie an Ort
und Stelle ankommen mußten; vor Schadenfreude schlug
ihm das Herz rascher und schon überlegte er, wie er dem
Forstmeister oder dem Präsidenten Hammerer seine Verdienste
beibringen und in das rechte Licht stellen sollte.
Wilhelm aber, ein sonst aufgeweckter Bursche, der weder
Vater noch Mutter kannte und als Findling von dem alten
Hillmann, dem Vater des Pfiffer-Jakob und dessen Frau