Full text : Feierabend-Stunden

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„So weit wären wir also“, sagte Heinz; „jetzt vorwärts!
An der großen Buche stelle Du Dich auf, Fritz, und der
Jakob gegen die alte Kapelle zu. Seid vorsichtig und laßt
Fuch nicht erwischen. Gehabt Euch wohl; ich muß heim,
ehe die Anderen kommen. Im Uebrigen kennt Ihr ja meinen
Warnungsruf.“
Es rennten sich die drei Männer; die zwei jungen gingen
auf den Anstand, der alte seiner Hütte zu, um noch einige
Zeit die müden Glieder auszuruhen.

Es mochte ungefähr um die elfte Stunde derselben Nacht
gewesen sein, als es leise an den Laden des Oberförsters
Stefsen klopfte und mehrere Hunde anfingen, nachhaltig
Laute von sich zu geben. Der Oberförster, der im „Stiefel“
wohl etwas mehr geleistet haben mochte als an andern Tagen,
offnete endlich vorsichtig das Fensterchen, nicht ohne vorher
die Flinte in Bereitschaft gesetzt zu haben. Erbost, aus dem
Schlaf geweckt worden zu sein, rief er brummig: „Was
giebt's? Wer ist da? Sultan! Feldmann, hierher!“ Der
Mond trat jetzt hinter einer Wolke hervor, da gewahrte der
Förster seinen Gehülfen, den rothen Franz, welcher beschäftigt
war, die Hunde zu beschwichtigen. „Franz, was hast Du?
Wo kommst Du her zu so später Stunde?“
„Macht nur auf, Herr Oberförster, ich habe Euch
Wichtiges mitzutheilen“, entgegnete Franz eifrig; „ich glaube
ich bringe Euch willkommene Kunde.“
„Daß Dich der Kukuk beiße“, murmelte dieser, öffnete
aber die Hausthüre und ließ den Gehülfen in die Wohn—
stube treten.
„Macht Euch fertig, Herr Oberförster, vielleicht gelingt
es uns endlich, die Wilderer auf der That zu betreten, die
uns schon so viel Verdruß verursacht haben. Als ich heute
Nacht gegen zehn Uhr vom Besuche meiner Mutter zurück—
kehrie, ging ich der Nähe halber über die Köhlerhütte und
da ich in derselben noch zu später Stunde Stimmen vernahm,
wurde ich aufmerksamer, denn den verschmitzten alten Heinz
            
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