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Herr über ihre Nebenmenschen und über Alles zu sein, was
Fleiß und Arbeit oder die Natur hervorbringen. In Frank—
reich fängt es schon an zu tagen und auch hier wird es
nicht ewig Nacht bleiben.“
„Gott gebe es“, sagte hierauf Heinz; „aber Kinder, es
ist schon spät und wir müssen zur Rüstkammer; laßt uns
gehen.“
Heinz löschte die Lampe und die drei Wilderer traten
vor die Hütte in die helle Mondnacht hinaus. Mit raschen
sicheren Schritten gingen sie schweigend immer tiefer in den
Wildpark hinein und gelangten endlich zu einer von Fels—
geschiebe gebildeten natürlichen Erhöhung, welche von dichtem
Gesträuche und Gestrüppe hoch überragt und bewachsen war.
Heinz bog ungefähr in der Mitte des Hügels mit kräftiger
Hand zwei Erlen auseinander und schob einen größeren
Stein mit vieler Kraftanstrengung zur Seite, so daß sich
bald eine Oeffnung zeigte, in welche ein Mann bequem ein—
dringen konnte. Er schlüpfte hinein und die beiden Begleiter
folgten ihm, ohne ein Wort zu bemerken. Kaum fünf Fuß
vorgedrungen, erweiterte und erhöhte sich die Höhle dermaßen,
daß alle Drei bequem sich erheben konnten, denn sie befanden
sich in einem Raume, der größer und besser eingerichtet war,
wie die Köhlerhütte, und als Heinz eine alte Blendlaterne
angezündet hatte, zeigte sich ein von Laub und Fellen her—
gerichtetes Ruhebett, ein großer Stein, der die Stelle eines
Tisches vertrat und mehrere Klötze als Stühle der primi—
tivsten Art.
Wieder hob Heinz ein Felsstück aus seiner natürlichen
Lage und zog ein hölzernes Kistchen hervor, in welchem
mehrere zum Auseinanderschrauben eingerichtete Gewehre
aufbewahrt waren. Schraubenzieher, ein Fläschchen feines
Del, Feuersteine, Pulverhörner, Schrot und Blei vollendeten
den Inhalt des Behälters. Die Drei begaben sich rasch an
die Arbeit und ehe eine halbe Stunde verging, hatten Fritz
und der Pfiffer-Jakob jeder ein ganz respektables Jagdgewehr
in der Hand.