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„Dafür“ — entgegnete Fritz Born — „ist er aber auch
in Stein ausgehauen mit einem aus der Rocktasche neu—
gierig hervorguckenden großen Karpfen in dem Ludwigsberger
Park gar possirlich auzuschauen ...“ Beide jungen Leute
lachten. Der Pfiffer-Jakob verfiel jedoch bald wieder in eine
ernstere Stimmuug; zu seinem Kameraden gewendet sprach
er: „Wie würde jetzt sich der Vater meiner Katharina den
dicken Leib vor Lachen halten, wenn sie mich erwischten; er
würde redlich bemüht sein, mein Loos so viel als möglich
zu verschlimmern. Ich für meinen Theil machte mir blut—
wenig daraus, nur fürchte ich, daß sie es auch meinen guten
alten Vater entgelten lassen möchten . . . Darum mag es
heute das letzte Mal sein, daß ich auf diesen Wegen mit
Dir gehe . . . Fritz, laß auch Du ab von dem Jagdfrevel;
wir treiben es aus Vergnügen und Schabernack; doch es
kann dies uns schließlich theuer zu stehen kommen. Ich weiß
nicht, es ahnt mir nichts Gutes.“
„Sei kein Narr, Jakob,“ beruhigte Fritz, „Du weißt, ich
hin vermögend und würde Deinen Alten im schlimmsten
Falle nicht im Stich lassen. Du aber bist mir mehr als
Freund; Du hast mir einst das Leben gerettet und aufrich—
tige Dankbarkeit bindet mich ewig an Dich .. .“ Damit
reichte er Jakob die Hand und in diesem Händedruck lag
mehr, als Worte sagen konnten. „Doch, Jakob“ — fuhr
Born nach längerer Pause fort — Du hast Recht, „auch ich
bin entschlossen, nicht mehr lange auf diesem romantischen, aber
allerdings gefährlichen Wege meiner Jagdlust zu fröhnen ...
ich habe es Christinen, meiner Braut, versprochen und werde
Wort halten. Ja, es sei heute das letzte Mal.“
Schweigend gingen die jungen Männer ihres Weges
weiter. Immer dichter wurden rechts und links Gebüsch
und Wald, bis endlich die nächtlichen Wanderer an einem
hölzernen Kreuze angekommen waren, das links zur Seite
des Waldweges stand.
„Wir wollen hören, ob Heinz am Ort ist“, sagte hier
Fritz, und Jakob ließ dreimal den Ruf eines Käutzchens
(kleine Eule) ertönen. Sie lauschten gespannt und es dauerte