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bei Unterhaltung und Spiel die Stunden dahin; so war
denn bald die sechste Abendstunde herangekommen und, als
die große Schwarzwälder Uhr, deren weißes mit rothen
—
dem blaukpolirten Gestelle von Eichenholz diese Stunde in
gemessenen Schlägen verkündete, da erhoben sich auch der
wilde Fritz“ und der „Pfiffer-Jakob“ und wünschten der ehr—⸗
baren Gesellschaft eine geruhsame Nacht.
„Gute Nacht!“ erwiderten die Anwesenden von allen
Seilen, denn die beiden jnngen Männer waren wegen ihres
heiteren Charakters und sittlichen Betragens bei Arm und
Keich beliebte Persönlichkeiten. Auch die Frau Wirthin
reichte ihnen die Hand und frug mit einem bedeutungsvollen
Lächeln, wobei ihre herrlichen Zähne sich wie zwei Perlen—
reihen vom weißesten Alabaster zeigten, ob sie denn auch schon
schlafen gehen wollten. „Das gerade nicht,“ meinte Fritz
Born, „aber gehen wollen wir auf alle Fälle.“
Und sie gingen. Jakob pfiff leise eine Melodie vor sich
hin, der wilde Fritz aber schien in tiefe Gedanken versunken
zu sein. Am großen Brunnen blieb er plötzlich stehen und
sagte zu seinem Kameraden:
„Jakob, hast Du gehört, was der Oberförster zu dem
Rothen gesprochen? Der Fürst soll von Ottweiler hier wie⸗
der eintreffen und eine große Hetzjagd alsdann zu Jägers—
freude veranstaltet werden. Wie wäre es, wenn wir den
Leuten vorher etwas in's Handwerk pfuschten? Lange
genug, denke ich, haben wir uns ruhig gehalten; komm,
laß uns heute Racht wieder einmal unser Glück versuchen.
Der Platin-Kasper geht wahrscheinlich auch mit . . .“
„Ich bin dabei,“ erklärte Jakob kurz resolvirt, „judem
scheint mir die Zeit günstig zu sein. Der Oberförster sitzt
beim Kartenspiel, der Rothe hat Urlaub und die Nacht
ist schön.“
„Wußte wohl, daß Du bei der Partie bist,“ sagte Fritz
beifällig, „das Geld für den vor vierzehn Tagen geschossenen
Rehbode wird dem alten Heinz auch „all'“ geworden sein,
darum frisch ans Werk. Morgen ist der Spaß vorbei. Da