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male, welche in den hiesigen Kirchen sowie in denjenigen von
Wadgassen und St. Arnual ihnen errichtet worden sind.
Vergangen ist die Zeit, wo die Regenten des alten Für—
stengeschlechts je nach Willkür und Laune, nach ihren guten
und bösen Anlagen uneingeschränkt über ihre „Unterthanen“,
über deren Gut und Blut schalten und walten konnten. Eine
neuere, schönere und bessere Zeit ist über die Völker auf—
gegangen, doch ach! sie mußte geboren werden aus einem
Meer von Blut und Thränen und von einem Abgrund, der
Millionen edle Menschenleben, und auch Throne und Fürsten—
kronen in sich verschlungen hat. Doch wir, die wir noch
heute nicht ohne tiefere Bewegung in jene Periode der Ent—
wickelung des deutschen Volkslebens zurückblicken, wir dürfen
uns freuen, aufrichtig freuen, daß wir bessere Tage begrüßen
können; wir dürfen uns aufrichtig freuen all' der Errungenschaf⸗
ten und Segnungen, welche die Neuzeit uns gebracht hat. Doch
in der glücklichen Gegenwart wollen und dürsen wir auch
nicht vergessen das wirkliche Gute und Schöne, was uns
aus der Vergangenheit übrig geblieben und was die da—
maligen Fürsten und Regenten mit Fleiß und Ausdauer,
oft mit Willkür und Härtch für das Wohl ihres Landes
und ihrer Unterthanen unter den schwierigsten Verhältnissen,
unter fast unüberwindlichen Hemm- und Gegnissen ins Leben
gerufen haben. Und besonders den Dichter und Chronisten
aber soll und darf kein anderes Gefühl, kein anderer Beweg—
grund leiten, wenn er den Schleier der Vergangenheit zu
heben versucht und er schüchtern an die Gruͤfte pocht, in
welchen die Gestalten den ewigen Schlaf schlummern, die er
dem geistigen Auge der Leser vorführen will.
Von manchen Personen, die in dieser ganz wahren Ge—
schichte handelnd auftreten, leben wohl heute noch Nach—
kommen, daher mache ich Gebrauch von der Dichterfreiheit
und verändere Namen von Personen, ohne daß dadurch aber
die Treue dieses kleinen Zeitgemäldes irgend Einbuße er—
leiden dürfte.
Der Verfasser.