sich wieder schließenden Portiͤre. Der Blick des Fürsten
musterte den Eingetretenen von Kopf bis zu den Füßen und
die Prüfung schien nicht zu dessen Ungunsten ausgefallen zu
sein; näher trat er zu dem Offizier heran und fast freund—
lich sprach er:
„Die Sturmfelder alle brave Offiziere gewesen; stets zu—
frieden mit ihnen. Hoffe, daß auch Sie meiner Huld und
Gnade würdig. Es sind böse Zeiten ... Empörung überall
. .. die Treue wankt .. nur auf Armee noch Verlaß ...
Schloß absperren ... Bürgerpack fernhalten .. ohne Aus—
nahme . . ..“ Rasch, fast unverständlich wurden diese Sätze
hervorgestoßen.
„Zu Befehl, Königliche Hoheit“, antwortete von Sturm—
felder und
„Abtreten!“ befahl der Fürst, an das Fenster zurück—
* während der Offizier Kehrt machte und davon
schritt.
Eine kurze Zeit verging und bald sah der Fürst, zu
seiner Befriedigung, wie nach allen Richtungen des Schloß—
parks Posten aufgeführt wurden, um dem gestrengen Befehle
nachzukommen. Wieder klingelte er seinem Leibdiener Friedrich.
Als dieser erschien, befahl der Gestrenge:
„Offizier und Mannschaften der Schloßwache aus unserer
Küche menagirt werden!“ Als der Leibdiener wie verlegen
noch einen Augenblick unentschlossen stehen blieb, frug der
Fürst aufbrausend:
„Nun, was zögerst Du?“
Der Mann war, wie es schien, an diese Art des Ver—
kehrens gewohnt, ruhig verharrte er in seiner Bedienten—
stellung und entgegnete:
„Königliche Hoheit halten zu Gnaden! Draußen harret
ein Mann, wie er sagt, ein treuer Anhänger des fürstlichen
Hauses und bittet um einige Minuten Gehör ...“
„Was?“ donnerte der Fürst und Purpurröthe zog
flammend über das zornentstellte Gesicht. „Habe befohlen,
Niemand einzulassen . .. und dennoch ...!“