Pocken⸗Impfung.
In den Jahren 1832 und 1859 war die Sterblichkeit von den in Ver—
gleich gezogenen Jahren die größte.
Rücksichtlich des Jahres 1869 war daran vorzugsweise die unter den
Kindern im hiesigen Kreise stark grassirende Masern-Epidemie Schuld.
Im Jahre 1860 herrschten epidemisch in Keuchingen der Typhus und
in einzelnen Gegenden des Kreises das Wechselfieber. Im Jahre 1861 trat
wiederum in einigen Gemeinden, wie z. B. Mettlach und Hilbringen, der Ty—
phus auf, der aber doch im Ganzen nur einen gelinden Verlauf hatte. Die
Cholera trat 1849 (in Losheim vorzugsweise) und 1854 (in Merzig) auf,
ohnéè jedoch die Sterblichkeit im Ganzen erheblich zu vermehren.
Die Pockenimpfung hat im hiesigen Kreise stets mit gutem Erfolge Statt
gefunden, so daß nur 1816 noch eine namhafte Zahl an den Pocken Gestor—
bener zu registriren waren. Das Resultat der Impfungen 1859,1864 geht
aus nachstehender Tabelle hervor:
Davon sind vor der Aus verschie—
Impfung denen Ursa⸗
chen wurden
im Jahre. Kinder. gestorben. verzogen. micht geimpft
889
860
so
862
865
8641
—1371
1532
1408
1357
1396
1392
215 22
191 24 —19
152 28 19
1309 15 9
165 13 18
180 12 12
Mit gutem
Erfolg wur—
den geimpft.
1125
1301
1209
1212
1199
1181
Seit 1855 (Reg. Verfügungen vom 28. Juli 1855, 4. Januar und
20. August 1856) ist die Revaccination der 12jährigen Schnlkinder einge—
führt worden. Anfangs stieß das Verfahren auf Widerstreben Seitens der
Eltern und Kinder, welches in den Bürgermeistereien Wadern und Weiskirchen
erst seit 1863 nachgelassen hat. — Die Resultate der Revaccination für
—EDDDD—
Nach den Listen waren
zu revacciniren
Jahrgang Schulkinder
1862
18083
1864
967
938
887
gestorben
f
Davon
Von den
Blattern
ergriffen
verdogen
3
3
2
F
Aus be⸗
sondern
Grüuden
nicht re⸗
vaccinirf
190
131
d9
Es wurden revae⸗
cinirf
mit — ohne
Erfolg Erfolg
646
675
33
130
67
126