Full text : Statistik und Verwaltung des Kreises Merzig im Regierungs-Bezirke Trier von 1815 - 1864

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nach
Pro⸗

gen,

Indirecte Steuern.
Der Ertrag der Steuer war:

387

Jahrgang.

Receptur
Merzig. Wadern.

Summa.

Jahrgang.

Beide Re⸗
cepturen.

1862
1863
1864

4,728 1,556
4,784 1,823
494 2,085

6,284
6,607
6,5579 1

1859
1860
1861

6,780
296
6316

Summan 14,000 5,464 19,4701 Summal 19,392
Die einzelnen Jahrgänge differiren also wenig und die Hauptsummen
—VD
ist 6477 Thlr. pro Jahr oder 5 Sgr. 8 Pfg. pro Jahr und Kopf.
8. Die Salzsteuer.
Die Einfuhr von Salz ist verboten. Der Staat verkauft gemäß Ver⸗
ordnung vom 17. Januar 1820 die Tonne Salz von 405 Pfund (altes
Gewicht) zu 15 Thlr., welcher Preis durch Verordnung vom 22. November
1842 auf 12 Thlr. ermäßigt worden ist. Die Erzengungskosten des Salzes
in den Staatssalinen resp. die Ankaufs-, Transport- und Administrationskosten
belaufen sich auf etwa 840 des Preises, so daß 200 des Brutto-Ertrages des
Salzmonopols als Steuer angesehen werden kann. (18664 — 9, Mill.
Einnahme und 2, Mill. Ausgabe beim Salz-Monopol.) Man rechnete sonst 12
Pfund Salzverbrauch auf den Kopf der Bevölkerung und muß daher in
Grenzgegenden, wo die Controlle gegen die Einschwärzung schwierig ist, so
viel pro Kopf von den Haushaltungen angekauft werden.
Da der Staat das Salz zu 1Sgr. das Pfund verkauft, so würde da—
nach der Preis des verbrauchten Salzes pro Kopf 12 Sgr. betragen; nach
dem Ertrage des Salzmonopols stellt sich der Preis des verkauften Salzes
aber auf 143 Sgr., und die Steuer auf 10 Sgr. pro Kopf. Dabei ist
jedoch das Viehsalz, welches eigens präparirt und die Tonne zu 5 Thlr. ver⸗
kauft wird, eingerechnet. Die Salzdebit-Stelle zu Merzig verkauft jährlich
etwa 2300 Säcke (12 Tonne, nach neuem Gewicht 189 Pfund 12 Loth),
welche im ganzen Kreise vertheilt werden. In den Bürgermeistereien Wa—
dern und Weiskirchen werden noch etwa 470 Säcke jährlich theils aus Her⸗
meskeil (160), theils aus Saarlouis (220), theils aus St. Wendel (1900)
beschafft. Der Gesammt-Consum beläuft sich daher jährlich für den ganzen
Kreis auf 2770 Säcke — etwa 526,00 Pfund, also pro Kopf beinahe 15
Pfund, wobei das Viehsalz wieder eingerechnet ist. Im ganzen Ztaate wird
der Consum des Salzes zur menschlichen Nahrung auf 155 Pfund, mit
Viehsalz auf 17,5 Pfd. pro Kopf berechnet. (Stat. Zeitschr. 1864. S. 120.)
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