Full text : Statistik und Verwaltung des Kreises Merzig im Regierungs-Bezirke Trier von 1815 - 1864

ung,
hen
nur

liche
mã ·
C.
auf
nter
hren

he⸗

ind

er—

urch

Ein⸗
er⸗
üle⸗
äd⸗
nng
Hen

erzig
15

1n*

Ge⸗
bst⸗
na⸗
ung
ung
Er⸗
den

Besondere Unterrichtszweige. 255
Obgleich meine Amtsvorgänger so wenig, wie ich selbst, es an Erinne—
rungen und Rügen wegen Vernachlässigung der Obstbaumschulen haben
ehlen lassen und obgleich ich zur Aufmunterung der Lehrer in den Jah—
ren 185360 * 1665 Stück Obstbäume aus ihren Baumschulen mittelst
bon den Kreisständen (Beschluß vom 16. 10. 1852) erbetener Fonds ankaufen.
and an die Gemeinden unentgeltlich vertheilen ließ, so befinden sich die Lehrer—
baumschulen im Allgemeinen doch in keinem befriedigenden Zustande und
vird der Unterricht in der Obstbaumzucht ebenfalls noch vielfach vernachlässigt.
Weder die erwähnte Regs.Verfg. von 1838, noch ein besonderes im
hiesigen Kreise mit Genehmigung der Königl. Regierung erlassenes Regle—
ment vom 18./12. 1833 haben sich vollständig durchführen lassen. Dieses
Reglement bestimmt:
1. die Lehrer sollen bei Vermeidung von Ordnungsstrafe das zur
Baumschule bestimmte Grundstück nicht zu anderen Zwecken benutzen;
2. die erste Einfriedigung ist auf Kosten der Gemeinde, von dem Leh—
rer aber eine lebende Hecke anzulegen, welche er zu unterhalten hat;
die Lehrer dürfen Bäume unter 1144“ an der Wurzel gar nicht,
und außerhalb der Gemeinde nur mit besonderer Genehmigung des
Bürgermeisters verkaufen;
die abgehenden Lehrer haben sich mit den neu eintretenden über die
etwaige Entschädigung für den Bestand an verkäuflichen Bäumen
und für verwendete außerordentliche Meliorationskosten zu einigen.
Gemäß Reg. Verfg. vom 3./11. 1841 hat die Gemeinde-Kasse den Ent—
chädigungs⸗Betrag vorschußweise zu zahlen.
Nun wenden aber die Lehrer, wenn sie angehalten werden, die Baum—
scchulen ganz zur Baumzucht zu benutzen (oft mit Recht) ein, daß das Ter—
cain abwechselnd durch Gemuͤsebau verbessert werden müsse. Sie klagen an—
derseits vielfach über den schlechten Boden der Baumschulen, während der—
elbe in den meisten Fällen durch geeignete Bearbeitung verbessert werden
önnte. Ebenso klagen sie über Mangel an Absatz, woran aber stets die
chlechte Qualität der gezogenen Bäume Schuld ift. Dieß war das Haupt-Hinderniß
 für die Wirksamkeit der 1883—1860 ergriffenen Maßregel,
Bäume aus den Lehrer-Baumschulen für die Gemeinden ankaufen zu lassen.
kin anderer großer Uebelstand bleibt der häufige Wechsel in der Besetzung
der Schulstellen. Fast nur dort, wo dieser nicht eintritt und die Lehrer
Sorgfalt auf die Pflege ihrer Baumschulen verwenden, befinden sich dieselben
n befriedigendem Zuftande, haben geuügenden Absatz und gewähren einen
guten Nebenverdienst, wie viele rühmliche Ausnahmen beweifen.
Wie den beregten Uebelständen durch Begründung einer Vereins-Baum—
schule abgeholfen werden soll, ist unter „Obstbaumzucht“ erörtert.
Von den vorhandenen 48 Lehrer-Baumschulen, welche zusammen 12 M.,
23
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.