Eheliche und
In der Zahl der Trauungen wird eine nicht unerhebliche Schwankung
in den einzelnen Jahrgängen beobachtet, wie aus nachstehender Tabelle her⸗
vorgeht:
1816
1825
832
1849
1859
1861
1864
Zahl der
Bevölkerung.
21,693
25,917
27,992
33,033
33,992
33,977
35, 354
Zahl der
Tranungen.
Es kömmt
also eine
Trauung
auf Köpfe.
2138 101
8 68
—W
1 606
32663
0681
* *—
Im ganzen Staat ist das Verhältniß
18589 — 1 Trauung auf 117 Köpfe,
1860 — 11, 121
gewesen.
Ein bestimmter Grund für die im Kreise beobachtete Schwankung in den
Eheschließungen ist nicht zu ermitteln gewesen.
Die meisten Ehen werden von Männern zwischen dem 23. und 32. Le—
bensjahre und von Frauen zwischen dem 18. und 25. Lebensjahre eingegan⸗—
gen. Ehen vor diesem Alter werden sehr selten geschlossen.
4. Ehescheidungen sind in den Jahren 1859/1864 nicht vorgekommen
und bestehen überhaupt keine gesetzlich getrennte Ehen.
5. Anstößige Concubinate, gehören zu den größten Seltenheiten;
und wenn einmal ein solcher Fall vorkömmt, so wird in der Regel durch
Einwirkung der Geistlichkeit oder der Behörden dem Uebel gesteuert. Auch
gewerbsmäßige Unzucht ist selten.
Die nachstehende Tabelle über das Verhältniß der ehelichen zu den un—
ehelichen Geburten scheint zu beweisen, daß die Unruhen des Jahres 1848
und der Zuzug fremder Arbeiter während des Eisenbahnbaues (18566,509)
von nachtheiligem Einfluß auf die Sittlichkeit gewesen sind.