Full text : Statistik und Verwaltung des Kreises Merzig im Regierungs-Bezirke Trier von 1815 - 1864

Land⸗ und Wasserstraßen.
Es sind hiernach in der 35jährigen Periode von 1815—1849, wenn
man den ersten Ausbau der etwa 18,000 Ruthen Staats- und Bezirksstra—
hen mitrechnet, etwa 2000 Ruthen jährlich an Gemeindewegen neu ausge—
daut und chaussirt worden; und in der 16jährigen Periode von 1850 bis
1865 eben so viel, wenn man den in diese Periode fallenden totalen Neu—
bau der Beckingen-Nunkirchener Prämienstraße mitrechnet. Dazu kommen
die in polizeilichen Zustand gesetzten Wege, und die jährliche Unterhaltung
der bereits chaussirten Wege, wodurch sich die Leistungen der Gemeinden von
Jahr zu Jahr erheblich gesteigert haben.
Was die Kosten dieser Wegebauten betrifft, so haben die Bürgermei—
ster zu verschiedenen Zeiten darüber Zusammenstellungen gemacht, wobei frei—
lich die am meisten in's Gewicht fallenden Naturalleistungen mit in Geld
veranschlagt sind.
Das Nähere ergibt die folgende Nachweisung:
Kosten der Gemeinde-Wegebauten.
Sumae

121 52. 11850359. 186064.

w D
180 8 1,2630 130,729
47,044 4423 2000 5346
44,982 2380 6587 33,949
73,143 7780 9.286 90209
65,930 25,620 198,761 111,311
663 333 16380, 19
31 488 46848
Kreis cq 563,83
Durchschnitt pro Jahr 38: 112111 7: 9,631 4: 17,8394 60: 11,202
Die Schwankungen in den berechneten Durchschnitts-Zahlen scheinen an⸗
zudeuten, daß die Angaben nicht ganz zuverlässig sind.
Für den ganzen Reg.-Bezirk Trier wurden diese Wegebaukosten 181569
auf 1,885,706 Thlr. und für den Landkreis Trier auf 416,928 Thlr. be—
rechnet.

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Die einzige Wasserstraße des Kreises ist die Saar, welche den Kreis in
ꝛiner LängenAusdehnung von 3,3 Meilen durchschneidet, wie bereits oben
angegeben. Die Schiffbarkeit der Saar hat durch die seit etwa 30 Jahren
ausgeführten und jetzt mit einem nicht unbedeutenden Kosten-Aufwande (im
Kreise Merzig allein jährlich etwa 1000 Thlr.) unterhaltenen Ufer- und Krip—
penbauten erheblich gewonnen. Dennoch kann der eigentlich schiffbare
Wasserstand nicht länger als auf 3 Monate jährlich im Durchschnitt ange
aommen werden; nämlich bei einem kleinsten Pegelstande der Saar von 3.
und bei einem höchsten von 10 am Pegel zu Saarburg.
            
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