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Schifffahrt. 249
Durch den Bau der Eisenbahnen ist der Schifferei ein großer Nachtheil
erwachsen, welcher nicht allein die Stadt Merzig, in der der Schifferstand stark
oertreten war und sich in gutem Verdienste und Wohlstande befand, sondern
zuch die nächst Merzig gelegenen Ortschaften Keuchingen und Mettlach, wo
,benfalls viele Schiffer wohnten, hart betroffen hat. *)
Wenn auch in letzterer Zeit die Schifffahrt sich wieder etwas gehoben
hat, so ist jedoch bei den bedeutend ermäßigten Frachtpreisen der frühere Ver—
zienst nicht mehr zu erreichen. Die Befrachtung beschränkt sich jetzt meist
nur auf Steinkohlen.
Zur Vermittelung des Verkehrs dienen auch die Fähranstalten. Diesel⸗
ben gehören nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 6. Frimaire VII.
sämmtlich dem Staate und wird die Aufsicht darüber nach dem von der Kö—
aiglichen Regierung unter'm 24. Septbr. 1851 J. 3411 S. III. erlassenen
Reglement ausgeübt.
Auf der Saar befinden sich im hiesigen Kreise 5 Prahm-Fähranstalten,
aümlich:
1. zwischen Rehlingen und Beckingen,
2., Fremmersdorf und Saarmühle,
3. zu Merzig,
4. zu Ponten-Besseringen,
5. zu Mettlach.
Der Postverkehr im Kreise hat seit der Eröffnung der Eisenbahn
sehr abgenommen. Die statistischen Daten über den Postverkehr im Jahre
1864 ergibt die folgende Tabelle.
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*) Noch 1841 wurden in Merzig allein 31 Schiffe gebaut.