Full text : Statistik und Verwaltung des Kreises Merzig im Regierungs-Bezirke Trier von 1815 - 1864

Clima.
stürmen durchbrochen wird, und diese nun ungehindert sich über Deutschland
entwickeln können, so haben wir einen feuchten und fruchtbringenden Sommer.
Gewöhnlich tritt aber ein lange anhaltender Kampf dieser Haupt-Windrichtungen,
 und damit erst im September bei allmäliger Abschwächung der Gegen—
ätze ein regelmäßiger Witterungsverlauf ein. Diese allgemeinen Beobachtun—
gen werden auch hier durch die Witterungsverhältnisse bestätigt. Insbefson—
dere wird beobachtet, daß die Gewitter, von den bewaldeten Höhen angezogen,
sich in der Regel südlich von denselben entladen, und daß in Folge dessen
die am südwestlichen Abhange des Hochwalds und südwestlich von dein die
Mitte des Kreises einnehmenden Plateau gelegenen Gemeinden (Haustadter
Thal) am meisten von Gewittern und Hagel-Schaden leiden.
Die Form des Niederschlags ist von der Temperatur' abhängig. Im
S. W. (Trier) verhalten sich die Schnee⸗ zu den Regentagen wie 1: 6, im
Osten des Staats wie 1: 4 und selbst wie 2: 5 (Arys).
An Regenmessern mit 1 Quadr.“F. Oeffnung (meist 8 über dem Bo⸗
den) fielen durchschnittlich

14

dnellonen,

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Aachen hat 26“ im Jahresmittel, Bonn und Boppard 24“, Coblenz
und Creuznach 17“. Landskrone hat ziemlich das höchste, Kreba das nie—
drigste Jahresmittel im Staate.
Das Clima von Merzig gehört also auch zu den feuchtesten der Mo—
narchie. Im Jahre 1854 hatten wir 31“,3; 1857 dagegen nur 18* und
—D
Wasser auf den Morgen.
An andern Orten des Kreises, als in Merzig und Wadern, sind regel—
mäßige meteorologische Beobachtungen nicht angestellt worden. Diese letzteren
genügen aber auch, weil beide Orte so ziemlich als die Temperatur-Extreme
des Kreises betrachtet werden können. In Wadern sind. keine Messungen
der Regenhöhe vorgenommen worden. Dagegen wurden beobachtet in Wadern:
dom 22. Januar 1860 bis zum 22. Januar 18658
1214 trockene und 611 uasse Tage,
            
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