Full text : Statistik und Verwaltung des Kreises Merzig im Regierungs-Bezirke Trier von 1815 - 1864

Ackerbau, Viehzucht und Forstwirthschaft.
Von verschiedenen Holzarten dominiren auf 00 der Gesammtfläche in
den Waldungen.

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Holzarten.

Eiche
Buche
Weichhölzer
Nadelhölzer

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Es ist jedoch nicht zu übersehen, daß diese Procent-Sätze lediglich nach
der Fläche, welche mit den resp. Holzarten dominirend bestanden sind, an—
gegeben worden sind; da aber diese sämmtlichen Flächen nicht rein mit der
entsprechenden Holzart bestanden sind, sondern sich immer noch andere ein—
gesprengt vorfinden, so würde der Abtriebsertrag in seiner Gesammtsumme
jedenfalls einen andern Procent-Satz des Mischungsverhältnisses ergeben; na—
mentlich wird sich der Ertrag an Eichenholz dann noch wesentlich gegen jene
Procent⸗ Sätze steigern, da viele Buchenstangenhölzer lediglich dieser Holzart
gut geschrieben worden sind, welche sehr reichlich mit jungen Eichen durch—
sprengt sind. Ebenso finden sich in andern dominirenden Buchenorten noch
Weichhölzer vor, die hier ebenfalls nicht zur Berechnung gezogen sind, wäh—
rend die als dominirend mit Weichholz bestandenen Orte nur die Flächen—
summe der hin und wieder sich vorfindenden Erlenbrüche oder sonst reinen
Weichholzorte darstellen.
Auf die Betriebs- und Wirthschafts-Systeme der verschiedenen
Kategorien der Waldungen näher eingehend, ist Folgendes zu bemerken:
1. Die Königl. Waldungen gehören mit 968 M. zur Königl. Ober⸗
försterei Lebach (Gem. Beckingen), 1983 M. zur Königl. Oberförsterei
Saarburg (Burgermeisterei Mettlach, Merzig und Gemeinde Bachem), 5661
M. zur Königl. Oberförsterei Wadern (Bürgermeisterei Wadern, Weiskir⸗
chen und Losheim).
Sie liegen ziemlich zerftreut auf den verschiedenen Gemarkungen des
Kreises, wie oben angedeutet und aus der „Uebersicht der Waldungen“ näher
zu ersehen ist.
Die Königl. Waldungen haben in den letzten 10 Jahren nach
ihren Boden- und Bestandes-Verhältnissen neue Betriebsregulirungen erhal⸗
ten. Die Mittelwald-Wirthschaft ist hiernach gänzlich aufgegeben und fast
allgemein zur Hochwaldwirthschaft übergegangen worden. Niederwaldwirth—
schaft soll nur in den, zu Eichenschälwald geeigneten Districten beibehalten
werden, da die Lohrinde sehr gesucht und theuer bezahlt wird. Im Hoch—
            
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