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Es sind also zur Zeit 9128 Morgen Wiese oder 5 00 der gesammten
Wiesenfläche mit Bewässerungs-Anlagen versehen.*) 3709 Morgen könnten
weiter noch bewässert werden, wenn durch Bildung von Genossenschaften
und regelrechte Anlage der Bewässerungsgräben das zur Disposition stehende
Wasser der Wiesenbäche besser benutzt würde.
Am wenigsten ist in dieser Beziehung noch in der Bürgermeisterei
Haustadt geschehen, wo in früherer Zeit (besonders 1838 bis 40) zwar viele
Bach-Regulirungen und Entwässerungen vorgenommen wurden, aber die
zleichzeitige Einrichtung von Bewässerungen versäumt worden ist. (S. oben
unter 1.) Noch nicht z der Wiesen wird bewässert, während der Wasserreichchum
der Bäche (Haustadter und Condeler) und die Lage der Wiesen eine
osche Ausdehnung der Bewässerungen gestattet, daß beinahe sümmtliche Wie—
sen der Bürgermeisterei bewässert werden könnten.
Nur zu Honzrath ist durch die 1850 errichtete Genossenschaft eine Be—
wässerung für fast sämmtliche Wiesen des Bannes eingerichtet worden. Am
zünstigsten stehen die Bürgermeistereien Losheim, wo 82 00, Wadern, wo
71 00, und Weiskirchen, wo 65 060 aller Wiesen bewässert sind und bei
richtiger Vertheilung des Wassers fast sämmtliche Wiesen bewässert werden
fönnen.
Die Bürgermeisterei Losheim hat ihren hervorragenden Standpunkt be—
sonders der Errichtung der Genossenschaften zu Losheim, Niederlosheim und
*) Wenn bei einer 1882 vom Cataster-Bureau aufgestellten Nachweisung (sog.
Cultur-Tabelle) schon 9408 M. als mit regelmäßiger Bewässerung versehen, und später
noch höhere Zahlen angegeben wurden, so lagen dem Irrthümer zu Grunde. Die gegen—
wärtige, mit Zuziehung der Bürgermeister und des Kreis-Wiesenbaumeisters anfgestellte
Nachweisung muß als zuverlässiger betrachtet werden.