Physiographische
Den nördlichen Theil des Kreises bilden die Abhänge des Hochwald⸗
gebirges. Hier tritt das Uebergangsgebirge in Thon- und Grauwackenschiefer
auf den Bännen der Gemeinden Mettlach, Keuchingen, Saarhölzbach, Britten,
Bergen, Scheiden und Waldhölzbach zu Tage.
Zwischen Wadern und Dagstuhl erhebt sich eine Kuppe von Mandel⸗
stein, etwa ß M. lang und 4 M. breit. Kleinere derartige Kuppen finden
sich auf den Bännen von Reimsbach und Honzrath (Geiskopf).
Die Fortsetzung des Saarbrücker Kohlen-Reviers ist durch Aufdeckung
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den nördlichsten Theil des Kreises, den Bann von Gehweiler, nachgewiesen.
Darüber lagert auf beiden, Seiten des Primsbaches (Nunkirchen, Büschfeld,
Bardenbach, Lockweiler und Crettnich) Gebirge von rothem Porphir. — Bei
Düppenweiler erheben sich einzelne quarzitische Kuppen. Dieser schon an
der Oberfläche zu Tage tretende bunte Wechsel der Fels- und der davon ge—
hildeten Bodenarten wird noch mannigfaltiger im Innern der Erde. Bei
Crettnich und Büschfeld wird Braunstein gefunden, bei Britten, Weiskirchen und
Düppenweiler Eisenerz, bei Düppenweiler und Gehweiler Kohle; eben daselbst
war früher ein jetzt verfallenes Kupferbergwerk. Auf dem Banne von Nun⸗
kirchen finden sich Nester von Achat, und bei Durchbruch des Mettlacher
Eisenbahn-Tunnels wechfelte die Grauwacke mit Melaphir.
Dachschiefer von geringer Qualität werden auf den Gemarkungen Wa—
drill und Weiskirchen gebrochen, bilden aber keinen Handelsartikel. Dagegen
ist der Reichthum des Kreises an Gyps (Merzig, Merchingen, Fickingen und
Mondorf) und Kalk (auf allen Bännen des Kalkgebirges, zu Düppenweiler
ein Nest fogen. schwarzen Kalks) bedeutend.
Die Gebirgs⸗Abhänge sind im größten Theile des Kreises — im Sand—
steingebirge — sanft; die Erhebung erstreckt sich nicht weiter als 500 über
das Saarthal, 1000 über den Meeresspiegel. Nicht höher, aber schroffer
sind die Abhänge im Kalkgebirge. Am schroffsten zwischen Besseringen und
Mettlach, wo sich die Saar mit einem Umwege von einer Meile ihr Bett
zwischen fast senkrechten Grauwackenfelsen gegraben hat.
Das Grauwackengebirge (Hochwald) erhebt sich im Weiskircher Walde
his zu 2000 über den Meeresspiegel.
37,3 060 vom ganzen Areal des Kreises sind mit Wald bedeckt, welcher
auf den Höhenzügen im nördlichen Theile des Kreises eine zusammenhängende
Masse bildet, sich unmittelbar an die ausgedehnten Waldungen des Hoch⸗
waldes anschließt und auch zum Theil wirklich dazu gehört.
Auch auf andern Höhenzügen des Kreises fehlt es nicht an Holzung.
Der einzige schiffbare Fluß des Kreises, die Saar, durchschneidet ihn in
einer Länge von 333 M. Der größte Bach ist die Prims, welche aber nur
in ihrem obern Laufe dem Kreise angehört. Außerdem ist der Seffersbach,