Garten⸗, Obst⸗ und Weinbau.
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Gemeinde. 11862.1868 18648umma
8
5
3
2
8
4. Fickingen 6 21
5. Reimsbach J 5
Hepzratn 2 2
rbringen J 2 2
Rappweiler ) 8i518528
Summa 336 130 4621928
Die französische SpalierObstbaumzucht (nach Du Breuil und Lepère)
hat in einigen Gärten des Kreises Eingang gefunden und lieferte reichliche
Erträge.
Der Weinbau des Kreises ist von keiner Bedeutung. 1816 waren
nur 34 M. Weinberge vorhanden; in den Gemeinden Merzig (10 M.),
Beckingen (16 M.) und Besseringen (8 M.). In Folge einiger guten Wein—
gahre stieg die Zahl bis 1827 auf 194, bis 1833 auf 245 und in Folge der
an den Abschluß der Zollvereins-Verträge geknüpften übertriebenen Erwar—
tungen 1836 sogar auf 408 Morgen. Da der Erfolg den Erwartungen
nicht entsprach, wurden viele Weinberge bald wieder gerodet; 1851 betrug
ihr Areal nur noch 217 M. und ging in Folge der schlechten Weinjahre
his 1857 immer weiter herunter. 1863 waren noch 129 Morgen vorhanden.
Wenngleich die Rodungen jetzt nicht mehr fortdauern, finden doch trotz der
aufeinander folgenden guten Weinjahre nur noch wenige neue Anpflanzun⸗—
gen Statt.
1836 zählte der Kreis 26 weinbautreibende Gemeinden. Es werden
als solche nämlich aufgeführt: Bachem, Beckingen, Besseringen, Bietzen,
Brotdorf, Britten, Büdingen, Dreisbach, Harlingen, Haustadt, Hausbach,
Hilbringen, Mechern, Menningen, Merzig, Merchingen, Mettlach,
Mondorf, Rimlingen, Silvingen, Wahlen, Wellingen, Weiler, Losheim, Nun—
kirchen und Dagstuhl.
Jetzt wird nur noch in den 5 gesperrt gedruckten gekeltert. Die Wein—
„Production ist demnach wieder auf diejenigen Gemeinden beschränkt, welche
schon 1816 Weinbau betrieben. In den schlechten Weinjahren 1830 - 1856
kelterte man nur in Menningen und Beckingen, indem die Weinbergsbesitzer
don Merzigeu. s. w. ihre Trauben auf dem Stock zur Champagnerfabrikation
nach Saarbrücken verkauften.
) Rappweiler, am Fuße des Hochwaldes gelegen, liefert sonach den Beweis, daß
auch dort der Obstbau reichliche Erträge liefert; und zwar steht die Baumpflanzung frei an
oͤffentlichen Wegen.