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Ackerbau 165
Morgen), in sieben Gemeinden der Bürgermeisterei Wadern (Büschfeld am
meisten, 90 Morgen) und in zwei Gemeinden der Bürgermeisterei Haustadt
Honzrath und Düppenweiler) zusammen 350 Morgen Lohhecken mit Rog—
gen bestellt. —
An Handelsgewächsen wird Oelsamen (Winter- und Sommer-Raps,
Awehl u. s. w.), seit etwa 15 Jahren wenigstens der eigene Bedarf
des Kreises an Klee-Samen (rother Klee, Luzerner- und Incarnat-Klee) ge⸗—
zogen, und Tabak.
Die Tabaks-Cultur wurde in sehr geringem Umfange schon vor 1816
in den Bürgermeiftereien Merzig, Hilbringen und Haustadt betrieben. Die
Erndte war 1816 nur 80 Centner. Der Kreis wurde rücksichtlich der Be—
steuerung Aufangs in die IV., 1857 aber in die III. Klasse gesetzt. Diese
Steuererhöhung erfolgte auf den Nachweis, daß gewonnen worden waren an
Tabaksblättern:
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1851 181 117123 512838 — 58 368
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1856 bis 1860 war dagegen der Durchschnitts-Ertrag schon 634 Centner,
was die Versetzung in die II. Klasse gerechtfertigt haben würde, wovon die
Steuer⸗Behörde aber zur Zeit noch Abstand genommen hat (R. v. 17.7.
1861); dieß wohl aus dem Grunde, weil die Durchschnittssätze in den ein—
zelnen Jahrgängen sehr schwanken; 1838 — 8,1 Centner; 1889 S 4,3
Centner. Dagegen sind 1862 beinahe 8 und 1863 u. 64 mehr als 7 Ctur.
Tabak vom Morgen gewonnen worden. Noch mehr, als die Erträge, schwan⸗
ken die Flächenzahlen, 1846 waren nur 7 Morgen, 18834 — 180 Morgen,
1861 — 24 Morgen, 1864 — 104 Morgen mit Tabak bepflanzt. Der
Durchschnitt der 6 Jahre 1851 bis 56 ergibt 114 Morgen, und von
den 6 Jahren 1859 bis 64 — 67 Morgen. Je nachdem die Fruchtpreise
oder die Tabakpreise hoch oder niedrig stehen, wenden sich die Landleute,
—
Düngung. Gedüngt wird meist mit Stallmist, *) in sandigen und
Neubruch-Ländereien vielfach mit Kalk, mit Knochenmehl und künstlichen
Düngern noch wenig. Die Behandlung des Düngers und der Jauche läßt
*) Je nach der Bestellungsweise und den Boden-Verhältnissen wird in sehr ver—
schiedenen Perioden — allen 2, 3, 4326 Jahren — gedüngt. Im Kalk⸗-Bergland bei Drei⸗
Felderwirthschaft bleibt mehrfach bis zur Hälfte des Ackerlandes eines Bannes ganz
ohne Düngung.