Full text : Statistik und Verwaltung des Kreises Merzig im Regierungs-Bezirke Trier von 1815 - 1864

Ackerbau. 139
Der Ackerbau wird im westlichen Theile des Kreises fast ausschließlich
mit Pferden betrieben. Der schwere Höhen-Boden dieses Theiles erfordert
häufig 4 und mehr, mindestens 3 Pferde vor dem Pflug. Im östlichen
Theile, wo der leichte Boden vorherrscht, gewinnt die Bespannung mit Ochsen
und Kühen nach und nach das Uebergewicht. Die Bürgermeistereien Stadt
and Land Merzig, Mettlach, Haustadt und Hilbringen, welche zusammen
bvon dem Gesammt-Areal des Kreises nicht ganz, von dem Areal des Acker—
landes aber etwas mehr als die Hälfte enthalten, hatten 1864 zusammen
Ochsen, Rindvieh überhaupt, Pferde,
98 4770 1806
Die Bürgermeistereien Losheim, Wadern und Weiskirchen dagegen zu⸗
sammen

Ochsen, Rindvieh überhaupt, Pferde,
363 6665 856

Der Ackerboden des Kreises ist seinen Bestandtheilen wie der Bodengüte
nach ein außerordentlich wechselnder. In Beziehung auf die Bonität ist das
Nähere aus den Tabellen über die Resultate der Grundsteuer-Veranlagung
zu ersehen.
Ueber die Boden-Verhältnisse in den einzelnen Gemarkungen gibt die
folgende Tabelle Aufschluß. Das Ackerland besteht danach zu 24 00 aus
Kalkboden (der auf 11 Gemarkungen vorherrscht); zu 20 00 aus Thon⸗ und
Lehmboden (welcher auf ebenfalls 11 Gemarkungen vorherrscht); zu 29 00
aus Sandboden (welcher auf 13 Gemarkungen vorherrscht). Das Uebrige
— 27 960 — ist Boden verschiedener und wechselnder Art. Was den Rein⸗
ertrag des Ackerlandes in den verschiedenen Bodenarten betrifft, so zeigt die
Tabelle, daß' derselbe sich im Kalkboden über den Durchschnitt, im Thon⸗
And Lehm- sowie im Sandboden unter den Durchschnitt des Kreises stellt.
Nur einzelne Gemeinden machen eine Ausnahme.
Die reine Dreifelder-Wirthschaft hat sich nur noch in einigen Gemarkun—
gen des Kalkbodens erhalten, — auf 16 00 der ganzen Ackerfläche. Gleiche
Stellung nimmt die Dreifelderwirthschaft mit ganz besömmerter Brache ein;
in der Mehrzahl der Gemarkungen ist aber der freie Fruchtwechsel eingeführt.
Das Nähere und das Verhältniß des Anbaues der Haupt-Fruchtgattuugen
 ergibt die
            
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