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Aber statt die gallisch-rôëmische Cultur zu vernichten,
besassen sie den Ehrgeiz, sich dieselbe anzueignen und
sie ihrerseits gegen die übrigen Barbaren zu verteidigen.
Das Christentum bewirkte dieses Wunder und vollendete
es nach der Taufe des Frankenkônigs durch den til.
Bischof Remigius zu Reims. Das « Regnum Francorum »,
das Reich der Franken, umspannte ganz Gallien von der
Rheinmündung bis zu den Pyrenôäen. Bis zur Revolutionszeit
betrachtete sich die franzôsische Monarchie
stets als die direkte Erbin des Regnum Francorum
Clodivigs : daher ihre berechtigten Ansprüche auf das
Rheinlamd, ihre Feindschaft gegen Germanieñ, von dem
sie stets durch neue Einfälle und Raubzüge bedroht
wurde.
Bei den vielen Teilungen der fränkischen Monarchie
unter Clodwigs Nachfolgerm blieb die Saargegend
immer ein Teil Austrasiens, « la France de l'Est », mit
der Hauptstadt Metz. Der hl. Arnulf, Bischof von Metz,
der Ahnherr des Karolimgischen Herrscherhauses, gründete
ein berükmtes Kloster, das seinen Namen trug,
St. Arnual, heute ein mit Saarbrücken vereinigter Industrieort.
Der Heilige starb dort i. J. 641, in einer Hôhle
des Halbergs, wo sich heute das Schlces der Freiherren
von Stumm erhebt.
Es ist bedeutsam, «dass im ganzen Verlauf der
Geschichte Saarbrücken, die Hauptstadt des pagus
Saravensis (Saargaus), niemals von Metz, der Hauptstadt
des Landes, losgerissen wurde. Sein Schicksal war
bis in die Neuzeit hinein eng mit dem Geschick von Metz
verflochten. Die politische Entwicklung verlief in den
von der Natur gewiesenen Bahnen, entsprechend der
Rassengemeïinschaft der Bewohner und ihren wirtschaftlichen
Interessen.
Der Grundstock der Bevôlkerung war mediematrikisch,
À. i. gallish geblieben. Die Franken brachten mit ihrem
germaniscken Dialekt das ihnen e/gentitmliche Rassenelement
hinein, das nichts gemeünsam hatte mit dem