Diese Zerst&rungen hinter -der Front in den Fabriken
der überfallenen Nord- und Ostilepartements auf hôheren
Befehl, mit kaltblütiger Berechnung, zäh und planmässig
ausgeführt. hatten mit miditärischen Notwendigkeiten
gar nichts zu tun, sondern waren gemeïne Verbrechen.
Der Zweck? Die ‘aus den ‘franzôsischen
Werkstätten -entführten Werkzeuge und Gerätschaften
aller Art sollten der deutschen Industrie zu 'Gute kommen
‘(die Gebrüder Stumm ‘allem kauften von der Militärverwaltung
für 800.000 Mk. franzôsiaches Material)
und das beraubte Frankreich ‘in «die Unmôglichkeit
versetzen, den Wettkampf gegen deutsche Fabrikate auf
dem Weltmarkt wieder aufzunehmen.
In dem Bericht vom 31. Januar 1915, den Dr. Schrôdter
der zur Ausbeutung des aus franzôgiachen Fæbriken mach
Deutschland verschleppten Materials séhamlos gebildeten
Aktiengesellschaït erstattete, erklärt ‘er: « Die bisher
vom. Kriege verschont gebliebenen ‘franzôsischen Werkstätten
werden nach diesen Requisitionen auf lange Jahre
hinaus gelähmt. » Im Reichstag drückte sich Dr. Stresemann
nicht weniger unverschämt aus :
« Die « Plhünderungen », um eine franzôsische Bezeichnung
zu gebrauchen, die wir in den Webereien ‘ und
Maschimenwerkstätten ‘ausführten, haben Frankreich
einen Verlust von mehreren Milliardeñ zugefügt, wozu
die deutsche Industrie zu beglückwünschen ist, :da sie
dadurch einen gefährlichen Gegner aus dem Feld
geschlagen hat. » Das di. J. 1916 vom Grossen Generalstab
herausgegebene, 500 Seiten umfassende Werk, « Die
Industrie im besetzten Frankreich », bestätigt in allen
Punkten unsere Ausführummgen. Das ‘franzésische Finanzministerium
hat neverdings eine kurze summarisehe
Uiebersicht müt Auszügen :aus diesem W-erke verôffentlicht.
Wir'lesen u. a. dass innerhalb zweier Monate
(Januar-Februar 1916) 4.031 franzësische Fabrikanstalten
von 200 deutschen Sachverständigen, die den Auftrag
hatten, die Maschinen auseinander zu nehmen und nach