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Wehmut, Wilhelm I. zu einem seiner Beraiter, dier sich
wunderte, dass sich Elsass-Lothringen so langsam germanisiere.
Das erklärt sich dadurch, dass weder Zeit noch Schulmeister,
wedier entstellte Geschichtsschreibung noch
Verwaltungszwang an «der historischen Wahrheit das
Geringste zu ändern vermôgen. Dieses germanisierte
Land ist gallischen Ursprungs, gallorëmisch, fränkisch
und franzôsisch. Städter und Bauern mit ihrem lernsten
Charakter, ihrem eisernen Willen, ‘ihrer ausgeprägten
Rasseneigentümlichkeit, die sich aus ihren Lebensgewohnheiten,
ihren durch die Bodenbeschaffenheit bedingten
Beschäftigungen, ihrem Stolz auf ihre Familienvergangenheit
und ihre provinzialen Ueberlieferungen und
Erinnerungen herausgebildet hat, sind durch und durch
Lothringer geblieben. Sie sind Lothringer und Rheinländer.
Nicht Preussen, sondern Rheinland ist ihnen
Heimat und Vaterland !
Le
Neuerliche Enthüllungen werfen ein grelles Licht auf
die eigentlichen « Kriegsziele » der Deutschen. Das
« verpreusste » Deutschland träumite nicht nur von einer
riesenhafîten territorialen Ausdehrnung und einer militärischen
Vormacht in der Welt. Sein Ziel war vielmehr
Frankreich wirtschaftlich für immer zugrunde zu richten.
Daraus erklären sich in etwa die ohnehin unbegreiflichen
Zerstôrungen des deutschen Heeres. « Die systematische
Zerstôrung ging vier Jahre lang in fünf unserer Departements
mit solcher Wut vor sich, sagte anfangs 1919 der
franzôsische Kriegsminister, dass wir an einem neuen
Leben in diesen Gebieten zweifeln müssen, während die
Werkstätten des zur Kapitulation gezwungenen Deutschland
unberührt und betriebsfertig dastehen. In Bezug
auf Industrie und Handel endet der Krieg mit einem
deutschen Sier. »