Full text : Aus Saarbrückens Vergangenheit

89

es sich nicht alle territorialen Garantien sicherte, um
alle deutschen  Hegemoniegelüste zu vereitelñh und die
Wüederkehr solcher Gefahren unmôglich zu machen.
Hierüber soll man sich keiner Täuschung hingeben.
Keine militärische Besetzung,. sie mag noch so lange
dauern ; keine geldliche Entschädigung, sie mag auch sa
hart sein ; keine Handels- und Zollverträge, môgen sie so
vorteilhaft erscheïnen ; keine unentgeltlichen Kohlenlieferungen
 vermôgen Abhilfe zu schaffen. Nur « unvergängliche
 territoriale Sicherheiten » kônnen dem friellichen,
 schwer geprüften Frankreich und der Welt einen
Dauerfrieden bringen.

LL

Drei Bergwerksgesellschaften, die im XIX. Jahrhundert,
 unter franzôsischer Herrschaft, im Teil des Beckens,
der im Vertrag von 1815 nicht abgetreten wurde, gegrüûndet
 worden waren, « Petite-Rosselle, Sarre-et-Moselle »
und « Houve », gingen 1871 an Preussen über. Sie
werden als « lothringische » oder « franzôsische Bergwerke
 » bezeichnet.

Der bei weitem wichtigste Teil des Beckens im Mittelpunkt
 und im Osten, « deutsche Bergwerke » genannt,
wurde «chon 1815 preussisch ; er erstreckt sich in Rheinpreussen
 von Neunkirchen bis Dillingen ; hinzu kommen
Geislautern und Saarbrücken auf dem linken Saarufer
und’ Frankenholz mit St. Ingbert in der Pfalz. Mit
Ausnahme des ‘Bergwerkes von Hostenbach (1912-13
197.016 T.), Privateigentum ‘der Gebrüder Roechling,
denen es: 1804 von Napoléon konzessioniert wurde,
gehôren sämtliche Kohlenzentren, 12 an der Zahl, dem
Fiskus an.

Ausser seïnen Kohlengruben hatte das Saarbecken
auch Erzeruben, namentlich in Tholey, Forbach, St.
Avold, Dillingen. Aber wie verschwanden allmählich
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.