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Die noch vorhandenen Kohlenschätze des Saarbeckens
insbesondere werden von ‘den deutschen Ingenieuren auf
50 Milliarden Tonnen veranschlagt.
Ein solches Missverhältnis zugunsten des deutschen
Reiches erklärt zum grossen Teil dessen Weltherrschaftsgeliste.
Dank teimem unermesslichen Kohlenreichtum
hatte Deutschland tatsächlich ‘das beste
Werkzeug in der Hand, zur Hegemonie über ganz Europa
zu gelangen. Vom militarischen wie vom wirtschaftlichen
Standpunkt aus durfte. es alles wagen, was aus Folgendem
jedem zur Genüge einleuchtet.
« Im deutathen Reich, schreïbt de Launay, zeigt von
1870 ab die Kohlenfôrderung nachstehende Steigerune :
Im Jahre 1870........
1880...
1900..... …
1908...
1912...
Im Jahre 1913.......….
‘24 Millionen Tonnen.
50 —
150 —_
215 _
255
979 Millionen Tonnen. »
Aus dieser fabelhaften Kohlenanhänfung wurden im
Jahre 1912 22 MilHhonen Tonnen Koks, 550.000 Tonnen
Teer, 240.000 Tonnen Schwefe]-Ammonium, 14 Milionen
Tonnen Gussmetall gewonnen. Um. dieselbe Zeit führte
Deutschland über 40 Miilionen Tonnen Kohlen und für
1230 Millionen Franken Fisenfabrikate aus.
Wie hätte unter so günstigen Verhältnissen der
Grôässenwahn ausbleïber kônnen? Beim Kriegsausbruch
zog Deutschland einen Vergleich zwischen seinem eigenen
und dem franzôsischen Kohlenreichtum und stellte
mit Wohlgefallen und triumphierendem Stolz fest, dass
sein Nachbar jährlich kaum 41 Millionen Toñnen aus
seinen sämtlichen Bergwerken fôrderte, infolgedessen 22
Millionen Tonnen aus dem Ausland einführen musste, um