5y —
Juni 1817 lieferte sie gegen einige Konzessionen bei der
Grenzregulierung den Atlas aus.
So hatten die Preussen wonach sie &0 lange gelüstet
hatte. Mit Hilfe der Leistüngen der franzôsischen Schule
zu Geislautern konnten sie in aller Sicherheit und ohne
Verzug, an die. Erschliessung der entdeckten Bodenschätze
herantreten, zum Nutzen der Firma Stumm. Man
war nun sicher, dass die franzôsischen Konzessionäre
jhren deutschen .Nachfolgern, keine Konkurrenz mehr
machen würden.. Stumm und Bôcking waren die Siegzr.
Die franzôsischen Ingenieure hatten also richtig, wie
man in Frankæeich sagt, für den Kônig von Preussen
gearbeitet.
Für Bôcking liess der -Lohn nicht lange auf sich warten.
Schon am 1. Dezember, 10 Tage nach Abschluss des
Wiener Friedenavertrags, wurde er zum Generaldirektor
aller sstaatlichen Bergbaubetriebe des. Saarbeckens
ertannt, Die preussische Regierung überhäufte fhn mit
Ehren, und gleichzeitig erwarb er sich, wie die Brüder
Stumm, ein beträchtliches Vermôgen in der Stadt Saarbrücken,
deren wirtschaftliche Blüte, was man gerechterweise
anerkennen muss, sie begründeten. Dabei
bleibt nicht weniger wahr, dass franzôsische Geistesarbeit
sie vorbereitet und.ihr die Wege geebnet hatte. Der
Preusse konnte rich ins warme Nest setzen.
Bôcking starb am 6. Mai 1862 zu Bonn‘im Alter von
76 Jahren. Er trug den Titel eines kôniglichen Oberbergrats.
Aiber viele Deutsche waren nicht zufrieden mit dem
Werke, das er geschaffen hatte. Besonders die Baiern
hatten i. J. 1815 auf einen grossen Anteil in der Pfalz
spekuliert. Als eines Tages der Bayernkônig Ludwig I.
mit Bôcking zusammentraf, rief er thm zu: « Ach, Sie
sind der Mann, der’ die Umsache war, ‘dass Saarbrücken
nicht an Bayern kam. » Bezüglich der Firma Stumm ist
es ein offenes Geheimnis, dass ihr Vermôgen in wenigen
Jahren zu gewaltiger Grôsse anwuchs ; noch i. J. 1802
bezahlten -ste nur 626 Fes. 60 Steuern ! Die riesigen Anla-