Full text : Aus Saarbrückens Vergangenheit

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reichs. Nur der Kaiser von Russland und die Vertreter
Grossbritanniens bewiesen für Frankreïch ihr Billigkeitsgefühl
 und trugen Sorge, bei dem  gemachten
Abkommen zu bleiben. Der russische Geschäftsträger,
Capo d’Istria, schrieb am 28. Juli 1815 : « Als die verbündeten
 Mächte die Waffen gegen Bonaparte ergriffen,
haben sic Frankreich nicht als feindliche Macht betrachtet.
 (Deklaration vom 13. März ; Vertrag vom 25. März ;
Deklaration vom 12. Mai.) Jetzt, wo sie das franzôsische
Känigreich okkupiert haben, kônnen sie nicht das
Eroberungsrecht ausüben. Der Beweggrund zum Krieg
war die Aufrechterhaltung des Vertrags von Paris, als
Grundlage der Bestimmungen des Wiener Kongresses. »
Abber die preussischen Bevollmächtigten Hardenberg
und Humboldt, die von Blücher Gneisenau, Grüner,
Bôcking bearbeitet waren, waren taub für die
Stimme der Gerechtigkeit. Sie verlangten eine neue
Teilung Frankreichs und brachten die Vertreter Hollands
 und Oesterreichs auf ihre Seite. Sie forderten
nicht nur Diedenhofen, Saarlouis, Saarbrücken, Landau,
 Bütsch, sondern das ganze Elsass, ganz Lothringen.-Und

 da sie die gut franzôsische Gesinnung der Elsässer
und Lothringer kannten, riet der Preusse Gagern, der
Vlertreter Hollands, zur Anwendung brutaler Gewalt.
Dem Fürsten Metternich sagte er am 16. Juli : « Erzherzog
 Karl scheint mir am geeignesten zu sein, um mit den
Elsässern und Lothringern fertig zu werden. » ‘

Da Humboldt doch einige Bedenken aufstiessen, antwortete
 er Gagern : « Was das Elsass betrifft, so ist dies
gegen die Wiener Abmachungen. Die englische Nation
wird darin einen Verstoss gegen die Ehrlichkeit erblicken.
 Man hat erklärt, dass man nur gegen Napoléon
Krieg führe, und dass man Keïnen Eroberungskrieg
wolle. »

Als der Gedanke der neuen Beraubung und Aerstückelung
 Frankreichs bei den Beratungen die- Oberhand
            
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