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In sehr geschickter Weise stachelte Bôcking die
Begehrlichkeit der Preussen bezüglich der Stadt Saarbrücken
in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsieht
an: « Wenn Saarbricken, sagt er, preussisch wird, ist
Frankreich gezwungen, seinen Stahl vom preussischen
Staat zu beziehen und ‘die Einfuhrzôlle zu vermindern,
zum grossen Vorteil der Fabriken der Mark und des
Niederrheins. » Dann zählt er alles auf, was man
herausholen oder zu einer reichlich fliessenden Einnahmequelle.
für den Staatssäckel machen kännte : die
Anlage einer wichtigen Hütte oder Giesserei üm
Anschluss an eine Zeche und die Schule zu Geislautern ;
Kohlenzechen, schône und ausgedehnte Waldungen. An
besonderen Anlagen besitzt Saarbrücken ausserdem noch
zwei wichtige Hüttenwerke, zwei Stahlwerke, eine
Fabrik für Sicheln, Sensen und Messer, eine Feilenhauereü,
Nagelschmieden, eine Saline, zwei Tuchfabri
ken, Steinbrüche für Bausteine, Zigeleien, eine Papier
fabrik, Brauereien u. s. w.
Die deutschen Historiker käônnen nicht genug die
Geschicklichkeit preisen, welche Bôcking unter diesen
Umständen entfaltet, um «die Vertreter ‘der Mächte
dahin zu bringen, ihren Versprechungen bezüglich der
Beobachtung der im Frieden von 1814 Frankreich zugestandenen
Grenzabmachungen untreu zu werden. Bäcking
wandert von einem Diplomaten zum andern, besucht die
Fürsten, stellt allen Gesandten ausführliche Aktenstûcke
zur Verfügung: Am 13. August wurde er vom
Känig von Würtemberg empfangen, den er bat, dahin
wirken zu wollen, dass die durch den Pariser Frieden bei
Frankreich belassenen 20.000 Saanbrücker zum deutschen
Vaterlande zurückkehren. Am 14. August schrieb er
wieder an Hardenberg und den russischen Minister, am
16. an den üsterreichischen Bevollmächtieten Mettarnich
; am 19. weist er den preussischen Minister Stein
auf die Wichtigkeit der Bergwerke hin. Am 25. August
richtete er drei Schreiben direkt an den Känig von
Preussen und die Kaiser von Oesterreich und Russland.