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enttäuschten Hoffnungen, aller Angst, die ihre Herzen
zusammenschnürte, in der grossen Masse ihren alten
Gesinnungen treu. Freilich bleiht dieser Protest wirkungslos.
Die deutsche Geschichteschreibung unserer
Tage, die Bäcking den patriotischen Rukmeskranz windet,
berichtet, dass Bôcking in Paris mit Unermüdlichkeit
die Sache der preussischen Annexionspolitik betrieb.
Unterstützt von Justus Grüner, der ihn in Paris traf,
von der brutalen Macht der Armeen, von den preuss:-schen
Unterhändlern, konnte diesmal Bôcking ohne
Furcht sein Werk fortsetzen, ohne sich um die ôffentliche
Meinung und ‘allgemeine Stimmung der Saarbrücker
zu kümmern. Er unterrichtete namentlich Gneisenau
und Stägemann aufs genaueste von den Bodenschätzen
des Saarbeckens und deren ‘Bedeutung für
Preussen. Unter seinen‘ Verdrehungen verdient u. a.
seine Behauptung hervorgehoben zu werden : dass dic
Franzosen das Saarbrücker Bergbaugebiet gar nicht
kennen und demselben zu wenig Beachtung schenkten,
dass sie die Absicht hätten, diese gewaltige Quelle
nationalen Reichtums für eine Million zu verkaufen!
Dass es sich um eine aus den Fingern gesogene Behauptung
handelt, steht angesichts der Leistungen der Schule
von Geislautern ausser Frage. Hôchstens kôännte es
sich um ein Verkaufsprojekt handeln aus der Zeit der
allgemeinen Verwirrung, wo man die Nationalgüter um
Schleuderpreise wegwarf. Jedenfalls lässt Bôcking
wieder einmal seine ,Sorge für die eigenen Interessen
durehblicken, die im Grunde die Triebfeder seines an
zen Gebahrens ist.
Nachdem er einmal Oberwasser hatte, reizte er ‘den
preussischen Gebietshunger immer mehr. In einer dem
Kanzler Hardenberg im August 1815 zugestellten Denkschrift
heisst es : « Die Stadt Saarbrücken ist für die
talabwärts gelegenen preussischen Landestéile- als
Handelsetappe von grosser Wichtigkeit, und sie wäre
es nôch mehr, wenn durch den Besitz der kleinen Festungen
Diedenhofen und Saarlouis ‘die Mosel und Saai
für den preussischen Handel gesichert würden. »