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Aber Bôcking begnügte sich nicht mit Hardenberg:
Versprechungen. Er kannte die wahre Gesinnung der
Saarbrücker hinlänglich und. wusste auch, dass die
Alliierten erklärt hatten, die Grenzabmachungen des
Vertrages vom 30. Mai 1814 zu respektieren. Es galt
daher, alle Bedenken beiseite zu räumen und den
Bevollmächtigten und dem Kanzler selbst die Hände zu
binden.-Gleich
nach ‘der Abreise der Gesandten liess Bôcking
unter der Bürgerschaft ‘von Saarbrücken eine Petition
zirkulieren, ‘um in schlauer Weise zwei mit einander in
Verbindung stehende Dinge zu erbitten ; deñ Erlass der
Kriegskontribution und die Vereinigung der Stadt mit
Preussen. Die Namen der Saarbrücker, welche diese vom
11. Juli 1815 datierte und unter der Flagge von Bôcking,
Lauckhard, Fichacher, Kôhl, Zimmermann und Karcher
herumwandernde Bittschrift unterzeichneten, sind erhalten
geblieben. Es sind 343 Unterzeichner ‘ auf eine
Bevôlkerung von über 20.000 Seelen. Man begegnet unter
ihnen vielen noch heute vorkommenden Familiennamen ;
man trifft beispielsweise auf 7 Becker, 11 Bruch, 7 Korn,
8 Kôhl, 7 Kramer, 7 Pflug u. s. w. So hat es fast den
Anschein, als ob die Unterzeichner einer ziemlich
beschränkten Anzahl von Familien angehôren, denen der
neuen Gemeinderatsmitglieder und des Personals der
Firma Stumm, deren Chef ‘Bôcking selbst war. Wie
anders sah dagegen die Petition vom Jahre 1796 aus, die
den Ansschluss an Frankreich verlangte, Unpartsitsche
Historiker geben- übrigens heute zu, dass die meisten
Angehôrigen der Handelskreise die Unterschrift verweigerten.
Wenn man andererseits die itber ganz Frankreich
vérbreitete ‘ Kriegsmüdigkeit und Misstimmung ‘in
Betracht zielbt, muss man sich tatsächlich über die- geringe
von Bôcking zusammengebrachte Stimmenanzahl
wundern. Offensichtlich hatte die grosse Mehrzahl der
Saarbrücker Bürgerschaft gar keine Lust, mit irgend
einem deutschen Bundesstaate, am allerwenigsten mit
Preussen, vereinigt zu werden.