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Als die Saarbrücker merkten, dass die franzôsischen
Minenausbeutungsprojekte durch die Invasion ‘ins
Stocken gerieten, verbargen sie ihre Abneigung gegen
die übxigens im ganzen Rheinland verhassten Preussan
nicht. Ungeachtet der geschichtlichen Ereignisse und
allen Anstrengungen Bôckings zum Trok hatten sie
Napoléon die alte Anhänglichkeit und Dankbarkeit gewahrt,
die sie selbst in den schlimmsten Tagen des
Kaiserreichs s0 oft spontan bewiesen hatten. Damals
verliess Bôcking die Stadt und ging nach Kôln ; diese
unerwartete Abreise glich vôllig der Flucht eimes
Verschwôrers. Er war verwegen genug gewesen, in aller
Eile die in der Geislauterner Schule konfiszierten Materialien
zu verkaufen. Zu Kôln traf er im Hotel « Zum
Kaiserlichen Hofe » den Staatsrat - Stägemann, den
bedeutendsten Mitarbeiter des Kanzlezs Hardenberg und
einen der rührigsten Werber für den « Tugendbund ».
Stägemann widmete unterm 30. Juli 1814 Bôcking ein von
ihm verfanstes patriotisches Stück. Beide hatten damals
wohl kaum noch Hoffnung auf die Verwirklichung ihres
Traumes von der Annexion Saarbrückens durch Preussen.
Aber da kam in den Märztagen 1815 die Nachricht von
Napoléons Flueht von Elba, kam die verhängnisvolle
Zeit der 100 Tage. Und Bôcking sah seine Tage wieder
herannshen.
$ IV. — Saarbrücken während der 100 Tage.
Bôcking zu Paris
Kaum war die Nachricht von dem Entweichen Napoléons
nach Saarbrücken gelangt, als sich die Bürger —
zu Saarlouis tat man dasselbe — beeilten, an allen
ôffentlichen Gebäuden die Tricolore auszuhängen. Die
jungen Mädchen wetteiferten im Anfertigen von Kokarden.
Die Gloëken läuteten. In den Kirchen beider Kon-