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ten hat. » So steht ausser Zweifel, dass diese Bewohnes
Lothringens, von gleichem vôlkischen Ursprung —
Mediomatriker — und vor unvordenklicher Zeit auf der
gleichen Boden verpflanzt miteinander solidarisch ver
bunden waren, so dass niemand daran dachte, sie voneinander
zu trennen. Metz war ihr gemeinsamer Mittel
punkt ; alle waren von denselben franzôsischen Gesin
nungen beseelt, welches auch immer ihre Verkehrssprache
und die relative Dauer ihrer politischen Zugehôrig
keit zu Frankreich sein mochte.
War nicht Saarlouis eine rein franzôsische Stadt? Wir
sahen, dass die Grafen von Saarbrücken ihr Leben nach
franzôsischer Weise lebten ; Handel und Gewerbe blühten
ausschliesslich durch Frankreich ; jahrhundertelang
hatten die Saarbrücker im franzôsischen Heere Düenste
getan und hatten, wie die Männer von Saarlouis, 25 Jahre
hindurch auf allen Schlachtfeldern Europas ihr Blut für
Frankreich vergossen.
Der durch den Frieden vom 30. Mai 1814 festgelegte
Stand der Dinge war, was Saarbrücken, Saarlouis und
Landau betrifft, ganz im Einklang-mit Tradition und
Landesbrauch und entsprach durchaus den Wünschen
der Bevôlkerüng. Saarbrücken wurde mit dem Kreis
Saargemünd im Moseldepartement vereinigt. Der kluge
und eifrige Rupied, der unter dem Kaiserreich-das Amt
eines Maire bekleidet hatte und auf kurze Zeit durch
den feindlichen Einfall vertrieben war, nahm reine
Amtstätigkeit unter der Restauration wieder auf.
Grüners Bemühungen und die Quertreibereien
Bôckings und seiner Freunde Zimmermann, Lauckhard,
Fauth, Bleïbtreu blieben resultätlos. Ebenfalls vergeblich
blieb die Aufreizung des berühmten « Rheinischen
Merkur » von Gôrres. Die Nachricht von der Ankunêt
des von Metz geschickten Generals Durutte genügte, um
diesen Versuch preussischer Agitation von selbst zum
Stillstand zu bringen.