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ohne Stolz das Zimmer Napoléons und den Tisch, auf
dem vor seinen Augen der. Propektionsplan des unterirdischen
Saarbeckens ausgebreitet lag.
Nur die russische Katastrophe verhinderte die franzôsischen
Ausbeutungspläne in dem Augenblick, wo nach
12 Jahren beharrlicher Anstrengung alles zur Ausführung
bereit war.
Napoléon verweilte mehreremale in Saarbrücken.
Zum ersten Male am 27. September 1806, vor der
Schlacht bei Jena. Er frühstückte im Hotel Zum
Hirschen, ging dann seiner Armee voraus nach Mainz.
Zum zweïten Male kehrte er in Saarbrücken ein. auf
semer Ruckkehr aus Deutschland, nach dem Tilsiter
Frieden. Im Strahlenkranz seines Ruhmés zog er durch
die Triumphbôgen, umbraust von dem stürmischen
Beifall der Volksmassen. Er liess das alte Schloss wieder
instand setzen ; an der Fassade brachte man folgende
Inschrift an : « Palaie des anciens princes de Nassau,
dévasté par la guerre et restauré par Napoléon I",
Empereur des Français ». Die ersten Familien aus Handels-
und Industriekreisen rechneten es sich zur Ehre an,
in Gemeindedienst tätig zu sein : Die Rôchling, Stumm,
Vopelius, , Korn, Krämer, Bruck, Schmidtborn ; ihre
Unternehmungen gedieheh und entwickelten sich unter
dem Schutz und dem Ansporn der Kaüserlichen Verwal
tune.
Am 24. September 1808 passierte der Kaiser Saarbrücken
mit seiner Eskorte von Fürsten, Marschällen,
Gesandten, als er sich nach Erfurt begab. wo er unter
Känicen Hof hielt.
Am 9° Juni 1809 feierte die Stadt Saarbrücken die
Geburt des Känigs von Rom mit aussergewôhnlicher
Pracht.
Am 11. Mai 1812 hielt sich der Kaiser, wie wir gesehen
haben, in der Stadt auf, um der Bergbaufrage seine
Aufmerksamkeït zu schenken.